Physical Geography: Humans (8°)




Source: Nachl. Johann Gottfried Herder XXV.46a (Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz)

Group 2: XXV.46a-2 (8°, 5 pp.) Pages 1-5.

Source: Nachl. Kant, #15a (Akademie-Archiv, Berlin)

Group 1: Kant #15a-1 (8°, 1 p.) Page 6.

Source: Nachl. Johann Gottfried Herder XXV.44 (Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz)

Group 1: XXV.44-1 (8°, 8 pp.) Pages 7-13.


Group 2 consists of a 16 pp. signature with 15 pp. of text, written in ink, on physical geography (page 15 of the manuscript contains notes from a metaphysics lecture). Pages numbered in pencil by a librarian. This group contains notes on: History (10 pp.) and Humans (5 pp.).


Kant #15a-1 is a folded sheet resulting in a signature of 2 sheets/4 pages, with numbering by sheet (5, 6). The page included here is 5r; the text is a dark brown ink, with the bottom one-fifth of the page blank. (The other three pages of this signature are written in a lighter-brown ink with text filling each page.) This group contains notes on: Humans (1 p.) and Animals (3 pp.)


XXV.44-1 is numbered by the sheet. It consists of a single large printer’s sheet folded twice, making 8 pp. with text on all pages. This group contains notes on: Humans (7 pp.: 1r, 1v, 2r, 2v, 3r, 3v, 4r [top-half]) and Animals (2 pp.: 4r [bottom-half], 4v).


[XXV.46a-2(10)] ms 1



[Das Tierreich, erster Abschnitt: Vom Menschen.]
[Der Unterschied der Bildung und Farbe der Menschen
in den verschiedenen Erdstrichen][1]

/ Hund in Guinea,[2] stumm, zahm, Zwergart.

/ Mensch in der mittlern Art vollkommen:[3] – Lappländer 4 ˜Fuß hoch: – Sind zwar

groß, aber von schlappichten Nerven – daher faul etc. wie Guinea Ochs.

/ In Temperata: die gebautesten Menschengestalten: – in den spätesten Zeiten zum Theil

vermischte Menschenracen – also noch vor der Völkerwanderung[4] muß @Deutsche@

als eigen Blut: – Teutsch: schön: – goldgelbe Haar (mit dem sich Römer zierten)

blaue Augen: stark, kühn: wie Tacitus sagt,[5] und noch jezt einige Reste sagen:

– Georgische: Frauenzimmer schön Cirkaßische Mädchen nach Indostan, Ispahan,

Konstantinopel: gebracht.[6] – Im ganzen ist der Begriff der Schönheit stets derselbe

obgleich oft Wahn, z.E. China: – Moden z.E. Europa blaße und rothe

/ Nordamerika: auch schön: Mann kühn frei, groß, regelmäßig

doch in demselben Erdstrich ist Calmucken Gesicht, besonders original,

so merkwürdig wie Neger: ⁅Calmucken⁆ flach Gesicht, lange aber dichte und

blitzende Augen, keinen bart, dünne Lefzen, kleine Nase (keine Brille Raum)

ostwärts gehts weiter z.E. Chineser bisweilen: – (daher Porcellan

nachher verschönert es sich: – Manche Nationen haben blos Haar an Kopf

und Augen: z.E. in ganz Nordamerika ausgenommen[a] Eskimaux, in Norden

und Cäsar.ier in Süd:[7] – In Afrika Negers keine[b] – In Asia meistens

Katzenbärte: – Weltstriche unterscheiden sich Farben. Europa[c] weiß, und brunett.

/ Afrika schwarz (˚nicht tiefbraun: auch verdünnert noch Rußicht)

/ Ostindien olivenfarbig:    Amerika roth: obgleich Kupferroth:

[d] ˚nicht von der Luft, sondern Natur

/ Körperbau: In Kalten: sind Thiere und Menschen [e] klein; diese

4 ˜Fuß hoch: – Zwergartig: – mit krummen Beinen: – Der Strich

der wohlgebildeten Leute geht durch Georgien bis Moskulische Tartarei.

/ Die allernordlichsten z.E. am Eismeer sind braun an Farbe wie

Neapolitaner: – schwartz, glatt steif glänzend

[datum: 04.04.2019]


[XXV.46a-2(11)] ms 2



/ Gelb Haar: dem Mitleren Weltstrich: es sey nach der Vermischung.

/ Neger Afrikaner allein schwarz: alle müssen da geboren sein oder von

ihnen herkommen: – z.E. einige Schwarze in Ostindien kommen

von ihnen her: – Africa ist also das Land der Schwarzen allein: [a]

warum es allein diese Race ist: – einige sind sonst wohlgebildet

z.E. in Senegal: so daß sich auch oft Europäer verlieren: – sonst albern

Gesicht, eingedrückt, Wurstlippen, Hottentotten fast Affen: –

[b] sie haben auf ihrem ganzen Körper ˚nicht Haar, sondern Wolle: diese ist

schwarz ordentlich: – ausgenommen bei einigen weißen Negers weiße Wolle:

[c] Amerikaner kupferrothe ist sehr von der rauhen Luft, unter-

schieden: – Die Negers in Africa heißen ˚nicht Mohren: – diese sind ganz anderes

Volk: – verbrannte Weiße, mit Haaren, schwarzbraun: mit

@glatten \ platten@ Haaren: ist eigentlich aus Arabien, Fremde, die in Africa

selbst unterschieden werden: ist [d] weiße Race: – die Negers von Senegal

am schwärzesten: und besten: – die[e] Haut ist zart, wie Sammt, aber

dick (daher sie ˚nicht mit Ruthen, sondern Ruthhampf: Rohr gepeitscht werden)

je weiter nach Süden, desto weniger schwarz z.E. Hottentotten: – in

Abyßinien ist Haar [f] grobgekräuselt

/ Negers von Sierra Leone stinken: – (so wie die Chineser die Mugalischen Tartaren

stinktartaren nennen) das[g] nie vom Waschen abgeht: –     Es giebt also

gewiße Stammbildungen der Nationen: die durch Vermischung auch sehr ver-

mischt werden, aber wo die Nation allein lebt, auch unvermischt:

/ Calmücken: sind zwar jezo unvermischt: (wegen des schlechten Landes:

Chineser nehmen blos Tribut) aber vormals durch Tamerlan[h][1] sehr weit

fortgepflanzt: – [i] Deutsche vermischt: – Afrika tief

am unvermischtesten: – Im Altertum nie besucht, weil [j]die g.

[datum: 04.04.2019]


[XXV.46a-2(13)] ms 3



/ die Griechen es vor sehr heiß hielten: und keine Schiffart: sonst aber haben die

Tartarn die gröste Vermischung in ganz Asien und Europa, durch ihre

gröste Eroberungen gemacht: – Africa also gleichsam unvermischt, und daher

Originalfarbe des Clima: aber woher Amerika: auch so lange allein

und doch so feind @der Schwarzen@ Farbe: – also Farben arten ein und so auch schwarz

erblich: – woher wird etwaz erblich? – unsere Bartscherung, die Verschneidung

der Hottentotten des einen Testikels (um ˚nicht Zwillinge zu haben) beschneiden

macht ˚nichts erblich: – manche Familien mit 6 Fingern: (daher Bil-

finger 6te Finger)[1] der Stachelman in London:[2] – braun mit gelber

Spitze 1 Zoll lang: war noch ˚nicht völlig stachlicht zeugt aber stachlicht.

Da wir von ähnlichen Dingen keine Ursache wißen: so auch hier ˚nicht! – Die Thiere

schlachten[3] ihren VorEltern sehr nach: – Negers !keine Menschen- aber @Pferde@

Adel: mit Ahnen der Voreltern: – Mensch in Zeugung und Nahrung dem

Thier gleich: – also arten sie auch ihren Voreltern nach (und lassen Eltern vorbei)

Man sollte also natürlichen: (˚nicht gesellschaftlichen) Menschenadel machen können:

gewiße Familien in Vorfahren: groß edel aufrichtig: – Bemühungen

des Fürsten könnte racen aussortiren, von edler; oder von starker Art:

die unvermischt blieben: und edle Geschlechter geben würden – Maupertuis

in Venus Physique[4] wollte Serail halten, um Menschenracen zu entdecken.

– durch Verschiedene Begattungen hat man Hunde z.E. Mopse gemacht:

so[a] auch Menschen: bei denen man das Genie beobachten könnte:

/ So wie in einem Dorfe lauter weiße Hüner:[5] durch Wegnehmen der bunten: so

auch die @seltnen lügner@ etc. etc. @gleich@ weggenommen:

[Einige Merkwürdigkeiten
von der schwarzen Farbe der Menschen.][6]

Neger komt roth

zur Welt:[7] Zeugungsglieder: und Nabel sind schwarz: in einigen Wochen

ganz schwarz: – Papagey @trepazer¿¿@: – Negers Haut angebrant

wird [b]weiß – gegen den Tod: weißlich: – nach dem Tode aber noch schwärzer

[c] keine andere Nation wird weiß z.E. Portugiesen in Verde[8] über 200 Jahre schon

/                    und doch nicht schwarz.

[datum: 04.04.2019]


[XXV.46a-2(14)] ms 4



/ Negers mit Weißen vermischt gibt Bastarde (Mulatte) Haar

ist schon lockigter: dunkelfarbe: – [a] Im Amerika heißt eines

Mulatten Sohn: – Terzeroll – Sohn des Quinterols ist wieder

weiß: – [b] Der Quinterol oft streitig, wegen des Vorzugs

Negers sind nirgends anders als Africa: – Mohren sind braune

Araber [c] Mauritanien – Es gibt sogar[d] weiße Negers: ein Kind von

2 Negers: das weißer ist als alle Europäer: und von @ihnen@ unterschieden:

gehaßt von Europäern !und getödtet selbst von den Negers: – hat [e]blaue Augen

wie eines todten: sieht schwach: Mondsblind: – weiß wie ein Todter –

Albinos überfallen die Schwarzen bei Nacht und ʾvice versa: – sie haben weiße Wolle

bei Darien[1] soll ganze Nation seyn: – vermutlich ausgestoßen – Negershaut

dick: wie sammt: daher [Text breaks off.]

[Meinungen von der Ursache dieser Farbe][2]

/ Ursache der schwarzen Farbe: – braun macht luft und Sonne; schwarz ˚nicht

blos von der Sonne eingeätzt: – wie wurde dies erblich – ʾResponsio das Corpus

reticulare ist mit einer Tintenähnlichen Farbe angefüllt: – Einige frugen

ist Adam Neger oder weiß:[3] [f] eines muß ausgeartet seyn: – [g] Neger

glauben 2 Stammvater: – andere schreiben es dem Fluch des Chams

zu:[4] aber die Farbe macht ˚nicht unglücklich – schwarz ist zwar von braun unterschieden:

aber in langen Epochen kann sie in schwarz von der Sonne vertieft seyn: – aber woher

blos Africa? ʾResponsio Es ist von allem abgeschnitten, durch Wüsteneyen,

den Römern [h] schien es unbewohnbar: wegen der Hize: ![i]der Wüsten:

und des Mangels der Schiffarth: also komts daher, weil ihre Farbe unver-

mischt ist: – Hingegen habe alle übrige Nationen sich vermischt z.E. Asien

von Tartaren Griechen Römern: – selbst Ceilon Rudera einer fremden Macht

und das Negerblut vermischt mit ¿¿¿derblich Länder ihrem ward @Mittelland@

Ähnlichkeiten bei Thier vermischung: – Englische Pferde sind ursprünglich Spanische:

weiße Hüner – ʾQuaestio Ey der Erblichkeit? ʾResponsio schon bei Italienern braun und schwarze

Farbe ähnlich – @ʾQuaestio@: ey weiße Negers ʾResponsio Es gibt weiße Raben, Ratzen,

Elephanten: – das ist eine Ausartung – doch durch ausmerzung konte @Linie@ möglich seyn.

[datum: 04.04.2019]


[XXV.46a-2(12)] ms 5



/ @ʾQuaestio: durch@ Einbildung der schwangeren Frauen vielleicht? ʾResponsio auch bei den Negers

frägt man darnach gar nicht: – Westindier [a] halbweiße heißen

Mestiße: – Ostindier sind im Vergleich der Neger noch @möglich@ weiß.

/ [b]Europäische Hüner[1] bekommen in Nordamerika dickere Federn: Thiere dickere Pelze

ʾResponsio woher in Amerika keine Negers eigen? auch das ist abgeschnitten; auch da

keine Völkerwanderung: und doch etc. ʾResponsio vielleicht ist ihre Nation[c] späteres

Etablißement. [d] ʾQuaestio @Ey@ da Amerika so viele Bäume eigne Thiere

woher sind die denn, und Asiatische etc. Thiere ˚nicht; also auch im ältesten Zustande

@muß ichs@ voll Thiere und also auch voll Menschen: –

[Der Mensch, seinen übrigen angebohrnen
Eigenschaften nach auf dem ganzen Erdkreise erwogen.][2]

vielleicht auch etwaz

von der Beschaffenheit des Landes: Einige Engländer [e] vermuthen, daß die

Steinkohlen Seeluft; aber auch das ist völlig ungewiß: – Es ist dies eben

so sonderbar als die Mugalischen Tartaren. Calmucken Gesichter die[f] mit einem Meridian

der vom Pol halb durch den bengalischen Meerbusen – Gesichtsbildung und An-

sehen den Europäern gleichen: Die Caraiben,[3] ein sehr altes Volk auf Neutralen

jezt Englischen Inseln,[4] z.E. Vincente: – sie sehen auch im Lachen melancholisch sind

Nation in der Tartarei ist mit Tigerflecken:[5]Tschuchzoi[6] (unüberwunden

stinken: so auch die Mugalischen Tartaren (Stinktartaren) und die Negers von Sierra

Leona: – Nordamerika: ohne Bart: – Calmucken: ohne Bart.

Chineser: schon Bart: – großer Bauch, großer Bauch, kleine Augen ist schön –

/ Amerika. Eskimaux und Volk in dem unbekannten Meer, das mit Tschuchzoi

händelt, Haar: sonst ˚nicht – Lappen: die an Schweden: haben roth Haar

(weil dänische race ursprünglich roth [g] haarigt ist) Deutsche gelb Haar:)

Lappen in Nordgebirgen sehen so braun, als Samojeden oder Neapolitaner

und schwarzhaarigt, wie @Lichtspieße@[SN:'Lustspieße']: ebenso wie Kalte eben so die Ausdünstung

/ vermehrt, wie Hitze: daher Öl bestreichen bei Samojeden } macht braun

/ Butter ⁅bestreichen bei⁆ Hottentotten } und

/ An Coromandel: Leute mit einem sehr dicken Bein:[7] als Strafe des

Markthomas (˚nicht Apostel: sondern Kaufmann.)[8] also ˚nicht erklärt

[datum: 04.04.2019]


[NL-Kant #15a-1(6r)] ms 6



/[1] sondern von Quellen, so wie Tufstein, ist also ˚nicht erblich aber sehr allgemein

In Aethiopien Weiber Beschneidung (Ludolf[a]) daher unbeschnitten

Weiber (Colb,[b]+ Ludolf+ 7 Jahr unter Hottentotten) in Hottentotten und

Abyßinien Schürze am osse pubis gleichsam zur Decke:[2] waz sie aber

abschneiden: Es scheint Zweckmäßig: indessen vielleicht extravangance

Thevenot in Indien Beschneidung fast natürlich und zur Zeugung nothig

/ Monströse Bildungen: blos vom Hörensagen: z.E. Riesen von Patagonien (zwischen Plata

strom und Magellanischer Meerenge über 200 Meilen) 12 ˜Fuß hoch. Riesen Schädel auf-

behalten: Derham erzälts und Maupertuis[3] reflectirt darüber: aber @Spanier@

1742 fanden unbewohnte, ja fast unbewohnbare Wüste: eine Hütte

die aber ordentlich groß war.

/ Plinius Pygmäen sind wahrscheinlich Affen (Waldmänner) die mit

Stecken auch auf Löwen gehen: – Pygmäen sind eigentlich gegen Norden

Plinius Menschen ohne Kopf; Mund auf Brust: Ohren an Schulter:[4] Raleigh und

Keymis[c] fuhr den Orinokes Strom herauf: bis [d] an die Nation

die mit ihnen Krieg führte;[5] und die um sich schrecklich zu machen den Kopf

durch Bandagen eindrückte, daß sie !auch [Text breaks off.]

/ Plinius Nat ohne Maul:[6] – In Africa halt sich Nation den Mund zu

mit Tuch – [e] offner Mund

/ Menschen mit Affenschwänzen in Borneo und Sumatra die in Thäler kommen und ver~

wüsten: – Maupertuis[7] verwirfts ˚nicht, als einen verlangerten Rückgrad[f]

vielleicht aber binden sie sich um schrecklich zu machen: an: wie weiße etc.

/ Stachelschwein mit seinem 10jährigen Sohn[8]

/ Chinesische Charte[9] hat in den Winkeln Chimären etc.

[datum: 04.04.2019]


[XXV.44-1(1r)] ms 7



/ Portenta Menschlicher Bildung: Plinius erklärt[1]

/ Riesen in Patagonien und Affenschwänze in Borneo

/ Weiberbeschneidung (Ludolf[a] in Abyßinien und Colb[b][2] in Hottentotten)

/ Neuholländer !können wegen des fliegenden Sandes ˚nicht völlig die Augen öfnen

/ Negers-Stank in Mugalien und Sierraleona

/ in Zona torrida von 9 Jahr sind weiber schon[c] manbar bis 25. Jahr: daher Grund

      zu Vielweiberei:

/ ⁅in Zona torrida⁆ reift der Verstand [d]eher: schon von 9. Jahr: – stehen aber bald still: – früh-

      kluge Kinder bei uns sind auch vorläufig, und macht endlich im Alter

      stupide Leute: ein Kind sey ein Kind –

/ Die Organisation des Körpers ist verbunden mit den Anlagen der Erkentniskräfte zu den Bedürf-

      nißen des Lebens. – Nordamerikaner auf der Jagd so starken Geruch,[3] daß sie das

      ˜Feuer weiter riechen als Europäer sähen: – Daher [e] lauter thierische Instinkte:

      deren Schärfe sie zwar exerciren: – aber ˚nicht zu Vergnügen braucht: wie die gesitteten

      z.E. schöner Geruch ihnen eben ˚nicht schön: aber fein, da sie ˚nicht in Städten

      [f]eingekerkert sind. Stark Gesicht:[4] Hottentotten: von weitem Schiffe können Fußstapfen

      auch fast auf Steinen sehen, die [g] Nationen durch die Aufmerksamkeit zu unterscheiden

      So bald unsere Seelenkräfte auf Spekulation gerichtet werden, wird das übrige

      schwächer: – Ein Bauer wird weniger durch Sinne brauchbar, weil

      er auch schon abgezogen wird: – je stärker der innere Sinn, etc. und wir

      wissen ˚nicht, wie hoch es der Mensch bringen kann, wenn seine Vernunft ˚nicht so excolirt wird.

      Diese aber, [h] kann alles übrige in eine besondere Proportion oder Disproportion

      setzen: – Wilde haben viel Stärke, (durch Übung der Muskeln) die Fähigkeit zu laufen

      sich der Hände zu bedienen: – diese durch die Erziehungs Methode ebenso ausgebildet

      werden, da sie als Thier menschlich gebildet werden: ˚nicht durch die Nachahmungskunst

      so wie Hund als Hund und als Affe gezogen werden kann: – Ihre Erziehung

      [i]ist eben so sorgfältig, ˚nicht aber voll Sorgfalt: z.E. Kinder saugen im

      Klammern – lernen von selbst kriechen, und gehen – ˚nicht gewindelt:[5] Hottentotten

      greifen Hasen mit Händen:[6] (Hasselquist[j])[7] Egyptier windeln Kinder, aber täglich

[datum: 04.04.2019]


[XXV.44-1(1v)] ms 8



/ etliche mal entwickelt, und [a] rechte Hand und linken Fuß auf den Rücken gebogen: –

Unsere Kinder sind Mumien, unbewegte Fakiers: die wirklich dadurch steif werden:

Daher die der Europäer, die sich dem nähern, auch wohlgebildeter sind z.E. Ungarn

die sich ˚nicht Füße schnüren,: – daher können wir auf die größere Fertigkeit der @Inder@[1]

schliessen z.E. da sie um von weiten Feinde zu entdecken weiter sehen etc. – – vielleicht mag

im ursprünglichen Zustande der Mensch viele Instinkte haben, die jetzt ˚nicht unsre sind.

/ Die in Zona torrida haben gegentheils ˚nicht feine Empfindungen: vor Ordnung Schönheit etc.

  blos Nothdurft, die durch Faulheit noch vergrößert wird: diese überwiegt alle

  übrige Triebe bei den Negers und allen Indianern, die sich [b]vom Spazierengehen[2] keinen Begrif

  machen können: die Europäer vor narrisch halten: liegen schlafen Tobakrauchen; ˚nichts

  von der Wißbegierde wißen: die den Akademikern zutraueten, daß sie blos aufkletterten,

  um Geister zu sprechen: (˚nicht aus Wißbegierde) daher sie auch von der Kuh[3] wüsten, die

  verloren war: –

/ Alle [c] in Zona torrida haben eine Philosophische Gleichgültigkeit: – bescheiden, unparteisch:

  gelassen: das aber blos Pflegma, und versteckte Boßheit ist, und desto mehr

  z.E. Chineser dem Haß etc. unterworfen, und zu fürchten: –

/ Alle in Zona temperata haben vehemente [d]Leidenschaften, die plötzlich und gleich offenbar sind[e]

  z.E. Liebe, Zorn, ist auffahrend: Chineser nennen den[f] Englischen zorn[g] wie ein

  Tarter: – die in Zona torrida haben schleichende verborgene,[h] Leidenschaften: die

  desto [i] mehr gefährlich ist; eingewurzelt, lange daurend

  z.E. im Groll:

/ Negers sind noch überdem, außer der Faulheit, sehr läppisch: – blos durch Zwang

  zu Arbeit zu bringen: – freuen sich an Kindereyen, Glaskorallen, Kupfern Keßel

  ring: – sind am ungeartesten, alles durch Nachahmung, ˚nichts durch eigne

  Fähigkeit: – [j]Hume fodert irgend ein Exempel auf:[4] – sie müßen also einen wesentlichen Fehler

  in dem Hauptzug der Menschheit haben: –

/ Indianer sind feig, sind daher stets von Nordlichen überwunden: 100 Europäer schlagen

10.000 Siammer,[5] tapfer blos gegen andere Indianer:

/ indessen doch besonders @stark@ verzweiflend, und dies ist sehr leicht aus der Feigheit

zu erklären: Daher sind sie melancholisch und insonderheit in der Sklaverei

[datum: 04.04.2019]


[XXV.44-1(2r)] ms 9



/ der Weissen und auf der See, doch durch gutes Essen @zu@ friedenzustellen:

/ Wegen ihrer Faulheit suchen sie ihren !Geister lebhaft zu machen durch Brantwein, Opium

Bank und Palmwein, durch diese Berauschung werden sie aber rasend, @ausser@[SN:??] aller

Faßung: daher mag die Trägheit vielleicht aus der großen Ausdünstung @etc.@ ˚nicht Mangel

der Lebensgeister kommen [a]– – alle Ost- und Westindianer sind sehr gleichgültig, und

kaltsinnig (hingegen Negers schon plauderhaft) gar ˚nicht vehement, da sie

ihre Affekten sehr verbergen: – Die in Brasilien und Guiana (Condamine)[1] sind durch keine Trieb-

feder, (auch durch Geld ˚nicht einmal) anzufrischen: – daher die Lust zu Trunkenheit sich

lebhaft zu machen, entsteht: – Negers und Indianer sind schon von Natur (˚nicht blos durch Erziehung)

feige, weichmütig: – daher Religion eben so und stets [b] anderer Knechte

z.E. Tartarn, Portugiesen: etc. – – Die in Siam etc. Original Indianer unvermischt

mit Tartarn – verwunden sich im Treffen ˚nicht: daher blos verwüsten etc. – Daher sie sich

selbst vor schlechtere Leute halten als Weiße: – einer parirt dem andern ˚nicht –

weil sie keinen unternehmenden Geist haben: – Daher kommt die grosse Despoterei

da sie sich von keiner Republik einen Begrif machen können: und die Holländer

in Bantan den Prinzen von Oranien:[2] Konig von Holland nennen musten: – etwa

noch die Gebürgichten sind kühner: = ihre Geschlechterneigung ist grob, und

blos !eines von den unentberlichsten Hausthieren: despotisch, daher @Verhullung@

Einsperrung, Sklaverey, Serrails kommen: sie legen ihnen blos den Werth der

nothdürftigen Begierde bei; ˚nicht des feinen Umgangs: – Etwaz erhabnere

Nationen z.E.!Wilden in Nordamerika achten sie schon mehr, und ziehen sie öffentlich

zu Rath; aber Negers, Hottentotten: so bald er Mann wird, prügelt seine Mutter ab[3]

/ Das Alter ist fast überall einerley. Die Vermehrung scheint in Zona temperata am

grosten zu sein: – in Zona torrida eher an eher auf; – und die Unmäßigkeit schwächt

den Menschen: Ostindianer: vermehren sich ziemlich: Chineser noch mehr: aber Negers wenig

/ Charaktere der Nationen sind sehr vermengt, daher vielleicht der wenige Unterscheid, so

daß einige ihn blos der Regierungsart, Erziehung zuschreiben und freilich z.E.

Athen und Lacedämon:[4] – aber doch auch Klima: z.E. die unvermischten Nationen

als Negers haben einen besonderen Charakter: – Negers leichtsinnig, zaghaft, faul etc.

Gallier und Franzosen sind noch dieselben z.E. Leichtsinnigkeit Poesie.

[datum: 04.04.2019]


[XXV.44-1(2v)] ms 10



/ Spanier haben viel Arabisches: – daher ernsthaft (Kontrast mit Franzosen) eifersüchtig etc.

/ Engländer eben so einen Nationalcharakter: – Dieser kommt auch sehr auf die Lage des

Landes auch durch Berge, See: – [a]Bey Bergen werden die Kinder an kühne Blicke gewöhnt;

an schreckhafte Vorstellungen; Körper durchs Klettern abgehärtet, daher Muth Tapferkeit,

da auch ihre Berge leicht zu verteidigen waren: – und da hier mehr Viehzucht als Ackerbau

herrscht: so drückt dies denen Porträts !der Freiheit ein, @[b]einem@ angeheftet zu seyn:

Hat das Klima einen solchen Einfluß, daß auch die Gesezgeber sich darnach richten

müssen: die Regierungsart?[1] Montesquieu Esprit de Loix[2] – – In Europa

ist solche Zusammenmischung, daß die Gesezze eher den Charakter als ʾvice versa andern

alles macht die Nachahmungssucht gleichförmig: – große Städte sind sich gleich:

zwar ˚nicht in Gebräuchen; aber im Ganzen der Einwohner; – nur noch etwa auf dem

Lande ist sich @selbst@ noch gleich; – –

[Von der Veränderung, die die Menschen
in ihrer Gestalt willkührlich vornehmen][3]

Willkührliche Veränderungen der @Nationen@ (verschö-

nern ˚nicht die @Natur@, sondern verschlimmern sie) fast alle @Nationen@ wollen ihre Rauhigkeit

andern: OstIndianer große Ohren: Ohrlappen bis auf Schultern, durch Gewichte

gezogen, und das Loch durch Pergament sehr groß: – Dieß ist auch in Westindien etc.

allgemein: – In Celebes ziehen sie sich 2 vorderzähne aus und sezzen Goldne[4]

ein (Schles. Jung: mit Goldzahn: einige prophezeien) – – Tunquiner wollen schwar-

ze Zähne haben: mit einem tödtlichen[5] [Text breaks off.]

/ Bengalen, Araber Nasenring: – arabische Weiber Lippen blau, Spitzfinger roth

Java: holzne Nasenzafen. Brasilien in der Unterlippe grüner

Stein (Amazonenstein) daher wird groß Loch

/ Arakaner, Karaiben platte Stirn,[6] durch Bley: (˚nicht runde Köpfe, @sondern / sind@ gerade

aufsehen:) oder getrockneten Leim:

/ Eine gewiße Amerikanische Nation Kugelköpfe: in Leim gedrückt

Am Amazonenstrom wie Zuckerhut: – ohn_Köpfe drucken den Kopf ein: –

Andere leiden kein Haar: – China schöne Frauen:[7] kleine Füße (Chinesische Schuhe

sind Kinderschuhe:) und kleine Augen: – Um ihre Nachbarlichkeit ˚nicht zu ver@helen@

sondern Schon zu machen: etc.[c] Hottentotten berauben sich einen Testikel

um ˚nicht Zwillinge:[8] – Brasilianer schneiden Löcher in Haut, und schmuken

Vogelfedern

[datum: 05.04.2019]


[XXV.44-1(3r)] ms 11



[Vergleichung der verschiedenen Nahrung der Menschen.][1]

/ Nahrung: – Unserer Tafeln Überfluß macht mit Nationen großen Kontrast, die bei wenigem

vergnügt sind – Grönländer Lappen, Ostiacken von Fischen: Grönländer: Thran nektar:[2]

Viele ohne Brot, daß auch wirklich eine spate und sehr gekünstelte Speise ist

Canadier von Wurzeln und Wild insonderheit Maiz: (türkischer Weizen) – Tartaren

von Pferden: – Pferdfleisch- Milch- Brantwein – – Die Art der Nahrung macht

sehr viel auf die Gesellschaft und Art derselben: – Die ohne Hausthiere können

˚nicht ackern: dahern fischen, jagen ‹@sich bei dem Wilde stro¿¿¿@› !z.E. in Amerika. Keine Pferde und Rindvieh

Nationen: ohne Ackerbau sind frey: z.E. Tartarn: ob sie gleich Vieh und Pferd @haben \ halten@

Ackerbau heftet an:[3] macht Mein: – Streitigkeiten – Richter – Polizey: –

und Egypten war also das 1ste: [a] (blos Ackerbau: ˚nicht aber Vieh

zucht) die [Text breaks off.]

/ In Asien Tartarische Nation blos mit Pferden und ˚nicht eigentlich Verfaßung

/ Mexicaner und Peruaner

[4] [glebae adscripti] schon Ziegen und Art von Gesellschaft: und blos durch die

gesittete Verhältnisse ist große Fruchtbarkeit möglich: Die Wilden leben

beschwerlich: – mit Jagen: brauchen sie auch viele Meilen: ihre Länder sind dadurch

daß jezo vermehrt, sind, verengert, und das Land hat stets so viel Völker als

es haben kann: Dieses ist in Spanien wahrgenommen, da aus den Pro-

vinzen, woher die meisten nach Indien gehen: – Je mehr Ackerbau desto

˜mehr Leute z.E. China kaum Raum: Also aus dem Clima und Le-

bensart folgt 1) die Zahl der Leute 2) die Regierungsart: – Daher

Jäger ˜nicht despotisch regiert werden können, weil sie ˚nicht glebae adscripti[5]

sind – Die Indianer (alle von denen wir Cattun etc. bekommen) leben blos

von Reis: weil teils Religion ihnen Thiermittel verbietet

/ Nordamerikaner von Maiz: den sie auf viele Arten zurichten: – Lappen von

Rennthieren: – weil ihr Land gar ˚nicht Ackerbau haben kann, daher werden

sie an sich immer Wilde seyn – ohne Rennthiere vollig unbewohnbar.

bei Torno @p@ räuft noch der Haber: – Rennthier nahrt sich selbst

von Moos, mit wenig Hände voll und ist in allem nutzbar.

[datum: 05.04.2019]


[XXV.44-1(3v)] ms 12



/ In Afrikanischen Wüsten lebt man von Heuschrecken: (Ludolf[a]) sie sind groß, wohnen

in Egypten etc. Ludolf[1] traktirt den Magistrat in Frankfurt mit einer

Schüssel – Es ist Vermuthung, daß sie Würmer im Leibe machen; aber

unbewiesen: – Unsere bisweilige sind @Zuge@ davon.

/ Die Südlichen (z.E. Indianer, Araber) sind weit mäßiger, brauchen weniger

und haben weniger: z.E. ihr Wein ˚nicht so geistig: – vielleicht weil sie

wegen des Clima weniger verdauen, oder ˚nicht so phlegmatisch seyn: –

oder (Hasselquist[b][2] ) durch einen Instinkt mässig sind: und das andre vor

Thorheit halten, und dies ist auch im Heißen sehr nothig

[Abweichung der Menschen von einander
in Ansehung ihres Geschmacks.][3]

/ Geschmack: Augenurteil: ist sehr verschieden: (obgleich Cirkaßische Georgische Mädchen

überall vor schön gehalten werden: -) indessen [c] macht die Erziehung

künstlich ausgeartet angewohnt: Urteile: – China: kleine Stirn Augen

und dicker Bauch schön: Hottentotten schön mit 6 rothen Strichen geziert

1 Nase, Stirn, [d] 2 auf Backen

/ Araber [e]] Nagel roth, Lippen blau

/ Tartaren im Gesicht mit blauem Zwirn ausgenäht, der nicht ausgeht

(Gmelin)[4] Kopfbildung: Caraiben mit Brett etc. platte Stirn[5]

/ Gehör: – Chineser besondere Musik, die uns ˚nicht; unsrige etc. – – durch Kunste und Wissenschaft

statt Wunder z.E. Kaiser Kangxi[f][6] durch die Fertigkeit in Noten von Pat@res@

gerührt: –

/ Geschmack: bei uns ist sehr viel eingebildetes, da wir [Text breaks off.]

/ China, Guinea, Hund das beste etc. Pferdfleisch, erst allgemein: nachher

durch einen Wahn: da man es erst dem Odin[7] zu Dienst aß und es

nachher abschaffte: – In Siam und Arrakan, Ganges etc. ißt man

wenig Fleisch: (auch Europäer daselbst) vielleicht weil es ˚nicht so gut

da ist (ausgenommen Schweinfleisch) oder 2) weil sie ˚nicht so gut verdauen:

[datum: 05.04.2019]


[XXV.44-1(4r)] ms 13



/ Sie fressen lieber Fische (aber lieber verfaulte) Grönländer Fischtran:[1]

/ Das Bethelareck (oder Kern von der Areckanuß mit Bethelblättern)

[a] alle Indianer vom Prinz bis Bauer: (auch Holländer) haben sie stets im

Munde: verkaufen sie wie Toback: –

/ Hottentotten rosten Schusolen: – Eingeweide, Bänder an Weiberfüßen[2]

/ Indianer Fledermäuse: Ratzen, Eulen – todte Schweine; alles auf dem Markte –

aus Nothdurft dörfen sie nicht wählen.

/ Geruch: Kanader können keinen Geruch leiden, als von Eßwaren: – 2 Kanader

fanden in Paris die Garküchen am schönsten: auch wirklich am reellsten.

/ In Surate ist Asa foetida[b][3] ein vornehmstes Ingrediens mischen in Broten

und auch in Frankreich schon klein Ragout

/ Kuh@ruh@ ist Hottentotten lieblicher Geruch[4] etc.

[The remaining text on this manuscript page concerns Pt. 3, Sect. 2 (the animal kingdom); its transcription is found on the first page of Animals.]

[datum: 05.04.2019]


Explanatory Notes
[8°-Humans]

ms 1


[1] [A. Das Tierreich … Erdstrichen] See Holstein-Beck (AA 26.1: 85-102) and Hesse (AA 26.2: 107-35).

[2] [Hund in Guinea] See Holstein-Beck (AA 26.1: 96), based on AHR, vol. 4 (1749, 251):

“Von Hausthieren […] giebt es hier Hunde und Katzen. Ihre Hunde bellen nicht, können auch nicht, wie unsere Hunde, beißen.” [excerpt]

[3] [mittlere Art vollkommen] See Holstein-Beck, Komm-Nr. 128 and 161 (AA 26.1: 86, 96), based on Buffon (1752, 313):

“Der gemäßigte Himmelsstrich erstrecket sich vom vierzigsten bis zum funfzigsten Grade. […] Alle Völker in diesen Ländern sind auch die schönsten und bestgebildeten auf der ganzen Erdkugel.” [excerpt]

and Halle (1757, 147):

“Der gemässigte Himmelsstrich vom vierzigsten bis zum funfzigsten Grade enthält die schönsten Leute, die man als das Mittel zwischen den äussersten Grenzen anzusehen hat. Man kan aus der Beschreibung wahrnehmen, daß alle Völker unter einerlei Erdgürtel gleiche Farbe, Länge und fast eben solche Sitten haben.” [excerpt]

[4] [Völkerwanderung] The term ‘Völkerwanderung’ appears twice in the Herder notes (see also Land(8°)-5) but otherwise only twice more in the lecture notes: Friedländer (p. 471) and Dönhoff (p. 90) – from the latter 1770’s and 1782, respectively – and just once in Kant’s published writings (“Mielcke Afterword,” AA 8: 445). Zedler’s Lexicon (1731-54) includes an article on “Züge gantzer Völcker, oder Wanderungen der Völcker, Lat. Transmigrationes gentium” (vol. 63, cols. 1269-71) that rejects the opinions associated with the term that there have ever been migrations of entire peoples in historical times; rather, these migrations have always been understood as “war campaigns” of specific groups. The assumption of migrations fits with the idea that these migrating “peoples” were ethnically homogeneous populations, an idea similar to that formulated by Tacitus regarding the Teutons.

[5] [wie Tacitus sagt] In chapter 4 of his Germania (c.98 CE), concerning the Germanic tribes outside the Roman empire:

“Ich selbst trete deren Meinung bei, die glauben, dass die Völkerschaften Germaniens, ohne je durch eheliche Verbindungen mit anderen Stämmen fremdartige Bestandteile in sich aufgenommen zu haben, ein eigenständiges, reines, nur sich selbst ähnliches Volk geworden sind. Daher ist auch die Körperbeschaffenheit trotz der großen Menschenzahl bei allen die gleiche: blaue Augen mit wildem Ausdruck, rötliches Haar, hochgewachsene und nur für den Angriff starke Leiber.” [transl. W. S. Teuffel][excerpt]

[6] [Georgische Frauenzimmer … gebracht] See Holstein-Beck, Komm-Nr. 653 and 680 (AA 26.1: 256, 263), based on Salmon (1747, 145):

“[…]; und es fänden sich sehr viele ungemein schöne Weiber unter ihnen. Von hier demnach, und von dem benachbarten Georgia, werden, wie es scheinet, die Horame oder Seraglio zu Ispahan und Constantinopel hauptsächlich mit Frauenzimmer versehen.” [excerpt]

See related passages at Winds(8°)-3 and Springs(8°)-6.

[7] [Cäsarier in Sud] The so-called “Land of the Caesars” in present-day Argentina – the name apparently comes from the Spanish conquistador Franciso César (†1538); see Land(4°)-4 and the note there.

ms 2


[1] [Tamerlan]

ms 3


[1] [Bilfinger 6te Finger] The German Wolfian philosopher Georg Bernard Bilfinger (1693-1750) was born with twelve fingers and twelve toes, a condition that ran in the family. The extra digits were amputated.

[2] [Stachelman in London] Zimmermann (1778, 103-4) refers to this man in a discussion of congenital illnesses:

“Ferner gebe man auch darauf Acht, wie Krankheiten unser Aeußeres unbegrieflich zu ändern im Stande sind, und wie diese Aenderungen sich zuweilen fortpflanzen. Hippokrates sagt ausdrücklich, daß Kinder, deren Eltern mit der Elephantiasis behaftet wären, diese Krankheit mit auf die Welt bringen, weil der Samne der Eltern angesteckt wäre. Ein wich- [103] tiges Beispiel von solchen erblichen Haukrankheiten giebt der so genannte Stachelschweinmann (porcupine Man) welcher sich vor einigen zwanzig Jahren in London zeigte. Seine Haut war mit warzenartigen, roth-braunen Auswüchsen von der Dicke eines Bindfadens bedeckt, und nur das Gesichte, die flache Hand und die Fußsohlen waren davon frey. Diese Stacheln warn steif und gaben ein Geräusch, wenn man mit der Hand darüber fuhr. […] Das Merkwürdigste war, daß dieser Mann sechs ihm ähnliche Kinder, Mädchen und Knaben, erzeugte. Sie bekamen die erwähnten Borsten, eben wie der Vater, acht Wochen nach der Geburt; indessen sind sie, wie ich höre, bis auf einen einzigen Sohn ausgestorben. Dieser Sohn lebt noch jezt in London bey dem berühmten Thierhändler Brook, wo er Fremden sich und die merwürdigen Thiere für Geld zeigt.”

This comes too late to have served as Kant’s source, as does a notice in the Saturday, 9 July 1803 issue of the Allgemeine Literatur-Zeitung, which leads with a review of an 1802 pamphlet by W. G. Tilesius: Ausfuhrliche Beschreibung und Abbildung der beiden sogenannten Stachelschweinmenschen aus der bekannten engelischen (englischen) Familie Lambert oder the porcupine man. But this man, Edward Lambert (1706-1806), was described as early as 1731 in the English Philosophical Transactions of the Royal Society of London in 1731 (vol. 37, pp. 299-301), when the then fourteen-year old boy from Suffolk was brought by his father before the society, and was identified by name in a 1755 update in the same Philosophical Transactions (Baker 1755) and then again in the summary of that article appearing in the London monthly Gentleman’s Magazine for September 1756 (p. 429), which had an audience in Kant’s Königsberg circle. An additional, but confused, mention of Lambert appears to occur a few pages later at Humans(8°)-6, in a discussion of humans with physical abnormalities, where Herder inserts a seemingly random comment about a porcupine and its 10-year-old son – likely a miswrite of 'Stachelmann'.

See the additional sources mentioned in the note to a parallel passage in Hesse (AA 26.2: 114-15).

[3] [schlachten] See Adelung (1798, vol. 3, col. 385):

”Nachschlachten, […], von Schlacht, die natürliche Art, welches aber nur in den gemeinen Sprecharten, besonders Niedersachsens, für nacharten üblich ist. Der Sohn schlachtet dem Vater nach. Die Hochdeutschen kennen dies Zeitwort nicht, […].”

Also Johann Georg Bock (1759, 57):

”schlachten, sprechen wir auch von dem der mit dem andern den Gesichtszügen nach, eine Aehnlichkeit hat.”

On Kant’s use of this term elsewhere, see Kaehler (AA 26.2: 5-2) and the corresponding note.

[4] [Maupertuis in Venus Physique] Pierre Louis Moreau de Maupertuis (1698-1759) was a French philosopher who served as president of the Berlin Academy of Sciences (1746-57). Kant’s library included his Versuch in der Moralischen Weltweisheit (Halle 1750) and Versuch, von der Bildung der Körper (Leipzig 1761). His Venus physique (1746) – on human “racial” differences, which he does not hesitate to differentiate in terms of aesthetic value – was published in German as Die Naturlehre der Venus (1747). See a related passage in Hesse (AA 26.2: 107) and the corresponding note that quotes Maupertuis on the artificial creation of new human races. [excerpt]

[5] [weiße Hüner]

[6] [Einige Merkwürdigkeiten … Menschen] Holstein-Beck (AA 26.1: 88-89).

[7] [komt roth zur Welt] The source of this claim is unknown – perhaps it was a miswrite – but several of the following claims regarding the dark skin of equatorial Africans appear to come from AHR (1748, 3: 187-89), which briefly considers (and rejects) the hypothesis that difference in skin color (white, brown, black) is a result of geographical latitude and also lists five peculiarities that Labat recorded of equatorial Africans (Negern): (1) blisters caused by burns are white and remain white, (2) illness causes the skin to become nearly as white as Europeans, (3) the skin becomes darker at death, even when it was previously white due to an illness, (4) children are born with light skin, except for their genitalia (Schamglieder) and “a black circle at the root of the nail,” and (5) a “white negro woman” married a black negro man and bore several black children (AHR 1748, 3: 189). Holstein-Beck has a similar passage, but without the claim that newborns are red:

”die Negers werden Weiß gebohren; außer ihre Zeugungsglieder und ein Ring um den Nabel sind schwarz. von da ziehet sich die Schwärze im ersten Monate über den ganzen Körper.” (AA 26.1: 88)

[7] [Portugiesen in Verde]

ms 4


[1] [Darien] The “Darien Scheme” was Scotland’s venture into becoming a colonial power near the end of the 17th century, and nearly bankrupted the country. William Paterson, a Scot who helped found the Bank of England, was hoping to establish a colony in the Isthmus of Darien (what is now modern-day Panama) to serve as an overland link between the Pacific and Atlantic trade routes. The project was widely supported and nearly every Scotsman with extra money made an investment, with 1200 of them sailing from Leith harbor on 12 July 1698, arriving in Darien – now christened Caledonia, with Edinburgh as its capitol – on October 30th of that year. Many of the passengers were sick on arrival, however, and many more succumbed to the unexpectedly rough conditions once they arrived – malaria, and then famine and hostility from Spaniards in the region. Their efforts at trade were hindered by both the Spanish and the English, and after seven months and 400 deaths the colony was abandoned, although six more ships had already set sail for Darien carrying another 1300 passengers, followed by another five ships. In the end only one of the sixteen ships ever returned to Scotland and the lives of over 2000 Scotsmen were lost along with an investment of £500,000. It is widely thought that this national disaster made possible the 1707 Act of Union with England.

[2] [Meinungen … dieser Farbe] Holstein-Beck (AA 26.1: 89-97).

[3] [ist Adam Neger oder Weiß] Kant himself could have asked this question, but perhaps he found it in an anonymous essay in HMag (1757, 19: 376-407) opened with it:

“Da vom ersten Menschen [377] an fast sechs tausend Jahre verflossen sind, so wissen wir nicht, ob er vielmehr weiß, oder schwarz, gewesen. Die heilige Geschichte giebt uns hierinn ganz und gar keinen Aufschluß. Wir haben aber Ursache zu glauben, daß er weiß gewesen.” [excerpt]

The author – who is identified by the translator as “the younger La Mothe,” a parliamentary lawyer in Bourdeaux – then proceeds to offer several reasons why the original humans were white, and then considers explanations of skin color.

[4] [Fluch des Chams] Cham (or Ham) was one of the three sons of Noah. Noah cursed Cham for having seen Noah sleeping naked (Gen 9:20-27). Cham’s descendants, including the Canaanites, were understood to have populated Africa and parts of Asia (Flavius Josephus).

ms 5


[1] [Europäische Hüner]

[2] [Der Mensch … ganzen Erdkreise erwogen] Holstein-Beck (AA 26.1: 92-97).

[3] [Die Caraiben] The Caribs are discussed in AHR (1759, 17: 475-94), and also mentioned at Asia(8°)-3 and Humans(8°)-12. A fuller discussion can be found at Hesse (AA 26.2: 290). Regarding the flattened forehead that is often mentioned in the notes:

“sie haben ziemlich angenehme Gesichtszüge; nur die Stirne scheint ein wenig außerordentlich zu seyn, weil sie sehr platt und gleichsam eingedrücket ist; sie bringen aber diese Gestalt nicht mit auf die Welt. Ihre Gewohnheit ist, daß sie den Kopf der Kinder solche durch ein kleines Brett annehmen lassen, welches sie hinten stark binden, und so lange daran lassen, bis die Stirne fest geworden; und sie bleibt dergestalt platt, daß die Caraiben ohne den Kopf zu erhöhen, fast schnurgerade über sich sehen.” (AHR, 17: 476) [excerpt]

As for melancholy:

”Ihre Gesichtsbildung scheint melancholisch zu seyn. Sie sind gut: man muß sich aber in Acht nehmen, daß man sie nicht beleidigt, weil sie die Rache übermäßig weit treiben.” (AHR, 17: 477) [excerpt]

The editor of AHR noted that this description came from Labat’s account.

[4] [Englischen Inseln]

[5] [Tigerflecken] This mention of “tiger spots” appears in Hesse as well (AA 26.2: 117):

”Die Americaner haben eine große Gleichgültigkeit, und der Europäer übertrift sie alle an Muth. Es giebt in Siberien noch einige Familien, die wie Tyger gefleckt sind.”

But the source given there (Pauw 1769) is too late for the Herder notes. A possible earlier source is Strahlenberg (1730, 166n):

”Wenn dieser Tatar in Europa wäre, würde er mit seinem Kopffe Geld verdienen könen, da hingegen die Leute in Tobolski nichts daraus machten, sondern nur seines bunten Kopffes halber lachten. Er war auf dem Leibe fast eben so geflecket, und bunt, die weisse Haut war sehr fein und zart, die Flecken aber schwartz-braun und etwas gröbere Haut, doch nicht so regular, wie auf dem Kopffe. Ich habe nach diesem auf meiner Reise weiter in Siberien hinein mehr dergleichen Leute gesehen, aber wieder auf andere Art, da die Haare nicht Tieger-fleckigt, sondern nach Art derer scheckigen Pferde waren, nemlich einige Stellen länglicht, andere oval, wieder andere anders figuriret, und eben so auch hin und wieder auf dem Leibe.” [excerpt]

[6] [Tschuchzoi] The Chukchi are an arctic people inhabiting the Chukchi Peninsula (which lies between the Chukchi Sea to the north and Bering Sea to the south, directly across from the Seward Peninsula of modern day Alaska).

The Chukchi survived several attempts at their annihilation by the Russians in the early 18th century, and so acquired a reputation as a fierce and independent people. See the related passages at Land(4°)-2, -9.

[7] [dicke Beine] Holstein-Beck (26.1: 92). This appears to be related to Buffon (1752, 2.1: 255):

“Unter den Nairen giebt es gewisse Männer und Weiber, welche so dicke Beine haben, as der Leib eines andern Menschen ist. Diese Ungestalt ist keine Krankheit, sondern sie wird ihnen angebohren. […] man saget, daß diese dickbeinigte Menschen aus dem Geschlechte des heiligen Thomas sind.” [excerpt]

[8] [Markthomas … Kaufmann] See the related passage and note at Asia(8°)-4.

ms 6


[1] [Ms page 6r] This page is the first of a 4 pp. signature. The text is not continuous with the bottom of Humans(8°)-5, and the bottom one-fifth of the page is left blank. The remaining three pages of the signature contain notes on animals (Animals(8°), pp. 3-5). Whether Kant interrupted his discussion of animals to add this material on humans, or whether Herder inadvertently brought the wrong sheet of note paper to the lecture on humans, is unclear.

[2] [Schürze am osse pubis gleichsam zur Decke] This discussion of female circumcision is found in Colb (1745, 51), although his description there would seem to be second-hand. Colb notes that this would be viewed by European women as a deformity:

“Diese angewachsene Haut mag unserm Europäischen Frauenzimmer so unförmlich scheinen, als ihnen beliebet; weder die Hottentottinnen, noch ihre Männer, sehen sie für einen Fehler an.” [excerpt].

A similar discussion is found in Holstein-Beck (AA 26.1: 93) and Hesse (AA 26.2: 115). As for Herder’s mention of Thévenot and circumcision in India, one finds in Colb no discussion of this nor any connection with reproductive ability. Nor is a relevant passage found in Thévenot (1693), his three-part travelogue of Europe, Asia, and Africa, the third part of which concerns India. Circumcision among the Moors is briefly addressed (Pt. 1, Ch. 74, p. 348), but there is no attempt to connect this with reproductive ability.

[3] [Riesen … Derham … Maupertuis] Derham discusses both ancient claims of giants (primarily in the Bible) as well as more recent cases, some he had examined himself (1741, 787-91); on Maupertuis, see his “Land der Pattagons” (1753, 108-9):

“So viele glaubwürdige Erzählungen reden von diesen Riesen, daß man vernünftiger Weise nicht zweifeln kann, daß es in diesen Gegenden Leute gebe, deren Grösse sehr von der unsrigen unterschieden ist. In den philosophischen Abhandlungen der Königlichen Gesellscahft zu London, wird von einer Hirnschaale Erwähnung gethan, welche einem von diesen Menschen zugehöret haben soll, der nach einer genauen Vergleichung seiner Hirn- [109] schaale mit der unsrigen, zehn oder zwölf Fuß groß gewesen seyn muß.” [excerpt]

See also the mention of these giants on the following page (Humans(8°)-7).

[4] [Plinius Pygmäen … Ohren an Schulter] The Roman historian and naturalist Pliny the Elder (23-79 CE) included much important information in his Naturalis historia, as well as incredible stories of these monstrous humans, so-called “Plinian races” – headless-humans with faces on their chests (the Blemmyae) in Bk. 5, ch. 8, humans with dog-heads (the Cynocephali), or a single leg and foot (the Sciapodae) in Bk. 7, ch. 2, etc. – were discussed, elaborated upon, and illustrated in books throughout the Middle Ages. Pliny’s Natural History was among the first texts to be printed (1469, in Venice) and was a standard reference work for early modern European scholars. Only in the latter years of the age of exploration were these exotic races properly discredited.

Kant devotes a few more lines to such races that were attributed to the New World in the Holstein-Beck notes:

“Das große Land Guiana, in welchem Walter Raleigh auf dem Orinoque Strohm auf Entdeckungen ausgegangen, ist nicht tief in seinem innern bekannt. Es hat viel Gold-Sand, aber die Stadt Manca oder el Dorado die am See Parima ligt, und wo das Gold fast wie die Steine auf der Strasse gemein seyn soll, ist sehr ungewiß; eben so wie die Ohnköpfe, wovon fast alle Indianer am Orinoque reden, die das Maul auf der Brust, und die Ohren auf den Schultern haben sollen, entweder erdichtet, oder Leute sind, die wie viele Indianer den Kopf durch Kunst verstellen.” (AA 26.1: 305)

[5] [Raleigh und Keymis … Krieg führte] Sir Walter Raleigh (1552-1618) was an English military and naval commander, explorer, author, poet, spy – a leading figure in Elisabethan England, but in the end beheaded. His undoing was a result of being the commander of a British expedition to South America, where Lawrence Keymis – under Raleigh’s command but against his orders – attacked a Spanish outpost on the Orinoco river. Raleigh is mentioned in the excerpt from LaCondamine’s talk in the note above. See the related passage at Land(4°)-4.

[6] [Plinius Nat ohne Maul]

[7] [Maupertuis] See Hesse (AA 26.2: 115-16) and the corresponding note with the relevant text from Maupertuis’s Venus physique (1747, 90)[excerpt].

[8] [Stachelschwein … Sohn] This involves either a miswrite or Herder’s renaming of the “Stachelman” Edward Lambert (see the previous discussion and note at Humans(8°)-3). Lambert had six children, all with the same skin disorder (ichthyosis hystrix), but by the time of the 1755 report to the Royal Society of London, only an eight-year-old boy was still living, who later had two sons (John and Richard Lambert), each with the disorder, and who “became celebrated on the continent and were widely exhibited and studied” (Marmelzat 1948, 353).

[9] [Chinesische Charte] This could refer to a map given to Guillaume Delisle, reported to the Paris Academy of Sciences (1718) and published in ParAb (1750, vol. 5, 427-30):

“[…] eine Karte von China […] ist von einer chinesischen Hand gezeichnet; die Buch- [428] staben sind chinesisch, sie selbst aber ist von unsern sehr unterschieden. […] Die benachbarten Völker von China sind gleichsam von ohnegefähr und ohne Ordnung, an die Ränder der Karte geworfen, und durch die Namen: Zwerge, Riesen, ungeheure Menschen:c. angezeiget. Sie verdienen nicht einmal, daß man sie mit ihren wahren Namen benenne.” [excerpt]

ms 7


[1] [Plinius erklärt]

[2] [Colb] On female circumcision, see the note on Colb, above, at Humans(8°)-6).

[3] [Noramerikaner … Geruch]

[4] [Stark Gesicht] Although confused in the text, this collection of examples clearly stem from Rousseau’s essay on the inequality of humans (1756, 59):

“Man muß sich also nicht verwundern, daß die Hottentotten auf dem Vorgebürge der guten Hofnung, die ankommenden Schiffe, mit blossen Augen, von eben so fern entdecken, als die Holländer mit ihren Sehröhren; daß die wilden Amerikaner so gut, als die besten Hunde, die Spanier auf ihren Fußtapfen spühren können; […]”

[5] [Kinder … nicht gewindelt]

[6] [Hasen mit Händen]

[7] [Hasselquist] See Hasselquist (1762, 595-96):

“5) Die Mutter, oder die Wärterinn [596] des Kindes, läßt es sich sehr angelegen seyn, die Arme und Beine desselben zu beugen. Sie beugen z.B. den linken Fuß zurück über das Kreuz (regio Ischiatrica), nehmen hierauf den rechten Arm zurück über den Rücken, längst den Rippen, daß Arme und Füße solchergestalt beynahe an einander reichen. Gleichermaßen machen sie es auch auf der andern Seite. Um es desto leichter bewerkstelligen zu können, so schmieren sie die Gelenke vorher mit Baumöl. Sie thun es so oft sie das Kind aus den Windeln nehmen. Ich habe von Frauenspersonen gehört, daß nichts besser sey ein schreyendes Kind zum Schweigen zu bringen, als wenn man auf diese Art die Glieder beuget, und daß das Kind aus eigenem Triebe diese Pflege gleichsam fordere. Sollte dieses wohl nicht das mehreste zu der Geschmeidigkeit der Glieder bey den Morgenländern beytragen, worinnen die Europäer ihnen unmöglich gleichkommen können.” [excerpt]

Friedrich Hasselquist (1722-1752) was a Swedish naturalist and student of Linnaeus who traveled to Asia Minor to study its natural history. On Hasselquist, see the note to the passage in Herder’s notes on metaphysics at EP 682-A4.

ms 8


[1] [Inder]

[2] [Spazierengehen]

Buffon (1750, 1.2: 259:

“Die Wilden nöthigen die Weiber beständig zu arbeiten. Die Weiber bauen das Feld, und thun alle beschwerliche Arbeit; da indeßen der Mann nachläßig in seiner Hangmatte liegt, und nur aufsteht, auf die Jagd oder Fischerey zu gehen, oder ganze Stunden in einer Stellung stehen zu bleiben: denn die Wilden wissen nichts vom Spatzierengehen, und nichts kommt ihnen bey unsern Sitten wunderbarer vor, als daß wir verschiedene mal eine Linie gerade fort, und eben den Weg zurücke gehen.” [excerpt]

[3] [Akademikern … Kuh]

[4] [Hume fodert irgend ein Exempel auf] The reference is to Hume’s essay “Of National Characters,” originally published in 1742 and translated by Sulzer in the four-volume Moralische und Politische Versuche (1756), which Kant owned. In that essay we find the following footnote:

“I am apt to suspect the negroes, and in general all the other species of men (for there are four or five different kinds) to be naturally inferior to the whites. There never was a civilz’d nation of any other complexion than white, nor even any individual eminent either in action or speculation. No ingenious manufactures amongst them, no arts, no sciences. On the other hand the most rude and barbarous of the whites, such as the antient Germans, the present Tartars, have still something eminent about them, in their valour, form of government, or some other particular. Such a uniform and constant difference could not happen, in so many countries and ages, if nature had not made an original distinction betwixt these breeds of men. Not to mention our colonies, there are Negroe slaves disperst all over Europe, of which none ever discover’d any symptom of ingenuity; tho’ low people, without education, will start up amongst us, and distinguish themselves in every profession. In Jamaica indeed, they talk of one negro, as a man of parts and learning; but ’tis likely he is admir’d for very slender accomplishments, like a parrot, who speaks a few words plainly.” (4th edition (1753), p. 291)

This parallels a passage in Kant’s 1764 essay on the Beautiful and Sublime:

“The Negroes of Africa have by nature no feeling that rises above the ridiculous. Mr. Hume challenges anyone to adduce a single example where a Negro has demonstrated talents, and asserts that among the hundreds of thousands of blacks who have been transported elsewhere from their countries, although very many of them have been set free, nevertheless not a single one has ever been found who has accomplished something great in art or science or shown any other praiseworthy quality, while among the whites there are always those who rise up from the lowest rabble and through extraordinary gifts earn respect in the world.” (AA 2: 253; Guyer transl.)

Sulzer’s translation omits this footnote (the text corresponding to that containing the footnote in the English edition is on p. 341), however, so Kant’s acquaintance with it is unclear.

[5] [10.000 Siammer] This example appears to draw from Montesquieu (1753, 395n):

“Hundert europäische Soldaten, sagt Tavernier, könnten mit leichter Mühe tausend indianische schlagen.” [excerpt]

See the similar example in Hesse (AA 26.2: 122):

“Man kan immer einen Europaeer gegen 10 dieser Inadianer rechnen, daher haben die Portugiesen mit solcher Leichtigkeit ganz Indien eingenommen.”

ms 9


[1] [Condamine] LaCondamine provides this description (1750, 34-35):

“Die Haupteigenschaft ihrer Gemüthsart ist die Unempfindlichkeit. Ich überlasse es andern, zu beurtheilen, ob man dieselbe mit dem Namen Mangel an Leidenschaften beehren, oder mit dem Worte Dummheit beschimpfen soll. Ohne Zweifel rühret sie von den wenigen Begriffen her, deren Anzahl sich nicht viel weiter erstrecket, als die Nothdurft des Lebens erfodert. Sie sind im höchsten Grade gefräßig, wenn sie Ueberfluß haben; mäßig, wenn sie die Noth darzu treibet, und zwar dergestalt mäßig, daß sie alles missen können, ohne das mindeste, wie es scheint, zu verlangen; im höchsten Grade kleinmüthig und verzagt, ausgenommen, wenn sie betrunken sind; Feinde von aller Arbeit, und zur Ehrbegierde und Dankbarkeit unempfindlich; bloß auf dasjenige bedacht, was gegenwärtig ist, so daß sie von keinen andern Bewegungsgründen etwas wissen; ohne allen Kummer wegen des Zukünftigen; zur Vorsichtigkeit und zum Nachsinnen ganz unfähig; sie überlassen sich, wenn sie nichts daran hindert, einer kindischen Freude, welche sie durch Springen und unmäßiges [35] Lachen, ohne Ursachen und Absichten, zu erkennen geben: und solchergestalt bringen sie ihr Leben hin ohne zu denken, und werden als Kinder alt, weil sie die Mangel der Kindheit niemals ablegen.” [excerpt]

[2] [Prinzen von Oranien]

[3] [Hottentoten … prügelt seine Mutter ab]

[4] [Athen und Lacedämon]

ms 10


[1] [Klima … Regierungsart?] In the 1770 Hesse notes we find (AA 26.2: 227):

“Die politische Verfaßung der Länder, gründet sich auf der natürlichen Beschaffenheit des Bodens, der anliegenden Meere, des Climatis, der Producte von Pflanzen und Thieren und der Menschen. Nach der Verschiedenheit dieser Stücke, muß auch die politische Einrichtung verschieden seyn. Der Gesetzgeber muß alles dieses zu Rahte ziehen. Jedoch der Geist der Nationen rühret nicht wie Montesquieu behauptet vom Clima, sondern wahrscheinlich von den racen her.”

[2] [Montesquieu Esprit de Loix]

[3] [Von der Veränderung … willkührlich vornehmen] Holstein-Beck (AA 26.1: 97-99).

[4] [In Celebes … Goldne] Salmon (1733c, 10) reports that the Byayo men go about naked, their bodies painted blue, and most have pulled out their front teeth and replaced with teeth of gold. Celebes, or Sulawesi, is an island east of the main island of Borneo, where the Byayos live:

“Wie starck die Macht der Gewohnheit sey, und welch eine Tyranney die Mode und Landes-Manier über die Menschen führe, kan man auch an den Byayos sehen, als unter welchen mans schwerlich einen eintzigen finden wird, welcher nicht nach ihrer Mode sich die vordersten Zähne ausziehen, und an deren statt andere von Gold einsetzten lässet.”

[5] [Tunquiner … tödtlichen] Tunquin (Tonkin) is the northern part of present-day Vietnam. Salmon (1732, 154) writes this of them:

“Wenn sie 12 oder 13 Jahr alt sind, färben sie ihre Zähne braun oder schwartz. Hierzu gebrauchen sie vier oder fünff Tage, und dürffen währender solcher Zeit nichts geniessen, weil diese Zahn-Salbe entweder eckelhafft, oder auch, wie etliche meynen, vergiftet ist. Man hat bemercket, daß sie es sich für eine Schande achten, gleich den Bestien weisse Zähne zu haben: Doch die rechte Ursache, warum sie selbige anschwärtzen, ist sonder Zweifel die herrschende Gewohnheit des Landes. Solcher müssen die Einwohner sich immer gleich stellen, wie lächerlich selbige auch sey: wo sie nicht von dem gemeinen Mann so wohl, als Leuten von Condition, wollen verspottet, und mit Fingern gewiesen werden.”

[6] [platte Stirn] The flattening of the forehead among the Caribs is mentioned in several locations; see the passage at Humans(8°)-5 and the accompanying note.

[7] [China schöne Frauen] Salmon (1732, 28-29) praises the beauty of Chinese women, discussing how they wear their hair and their clothes, but also describes their practice of foot-binding:

“Am allermeisten aber sind ihre kleine Füsse zu bemercken, welche ihre gröste Schönheit ausmachen. So bald ein Mägdgen gebohren ist, werden ihre Füsse so hart eingewickelt und eingeschnüret, daß sie unmöglich wachsen können. Dahero sind sie schlecht zu Fuß, weil ein erwachsenes Frauenzimmer nicht grössere Füsse hat, als bey uns ein Kind von 3 Jahren.”

See Holstein-Beck for a fuller discussion (AA 26.1: 200).

[8] [Hottentotten … Zwillinge] Colb (1745, 147-51) discusses at length the Hottentot practice of removing a testicle in the ninth year. It is always the left testicle, which they replace with a similar sized ball of sheep fat covered with a powdered medicinal herb. Colb notes that the boy recovers and the wound heals quite quickly, after a two-day colvalescence in a hut built for the purpose. The Hottentots do not agree about the reason for this practice and so the accounts relayed by Europeans vary. Colb reports that all previous accounts claimed the reason was to facilitate running, which Colb questions:

“Ich habe oft die vernünftigste Hottentotten deßwegen befraget, und ihnen scharf zugesetzet; Die ganze Antwort, die ich erhalten, ist: Es seye seit undenklichen Zeiten ein Gesetz bey ihnen, daß kein Mann eine Frau erkennen dürfe, bevor man ihm den linken Hoden ausgeschnitten. Dieses Gesetz halten sie so heilig, daß sie kein Exempel der Ubertrettung wissen. Verabsäumte jemand solches, so kostete es ihm das Leben, ja das Weibsbild selber; […] Nimmt man die Ursache an, die mir die Hottentotten gegeben, so wird man ferner nach dem Ursprunge dieses Gesetzes fragen, welches verbietet eine Frau ehender zu erkennen, biß man ein halber Verschnittener ist. Er entstehet aus der vesten Meynung aller Hottenotten, daß ein Mann, ohne Verschneidung, lauter Zwillinge zeuge.” (1745, 150) [excerpt]

ms 11


[1] [Vergleichung … Nahrung der Menschen] Holstein-Beck (AA 26.1: 99-100).

[2] [Thran nektar] The drinking of whale oil by the Greenlanders is discussed further at Land(8°)-5.

[3] [Ackerbau … Mein]

[4] [Mexicaner und Peruaner]

[5] [glebae adscripti] A legal term meaning an “adscript of the soil,” a laborer annexed to the land itself, and passed from master to master as the land (or salt mine, etc.) is sold to or inherited by another (such as Russian serfs until their emancipation in the 19th century).

ms 12


[1] [Ludolf] Hiob Ludolf (1624-1704), a German polymath and philologist, and a primary source on Ethiopia for Kant. See the parallel passage in Holstein-Beck (AA 26.1: 148).

[2] [Hasselquist] Friedrich Hasselquist (1722-1752) was a Swedish naturalist and student of Linnaeus who traveled to Asia Minor to study its natural history. On Hasselquist, see the note to the passage in Herder’s notes on metaphysics at EP 682-A4.

[3] [Abweichung … Geschmacks] Holstein-Beck (AA 26.1: 100-102).

[4] [Gmelin] Gemelin discusses the Tungus practice of decorating faces using thread and soot (1735, 208), although a fuller account is offered by Büsching (1754, pt. 1, p. 654):

“Sie haben den Gebrauch, die Gesichter ihrer Kinder auf den Backen, vor der Stirn und auf dem Kinn mit Figuren zu bezeichnen, die blau oder schwarz aussehen. Wenn sie dieselben verfertigen wollen, so nehmen sie gemeinen Zwirn und schwarze Kreide, oder Ruß, machen mit Hülfe des Speichels einen Brey daraus, und ziehen den Faden durch desselben; alsdenn nehen sie die Gesichte Stich an Stich, und ziehen den gefärbten Faden immer durch die Haut, wobey die Kinder erbärmlich schreyen.” [excerpt]

See also the parallel passage in Holstein-Beck and the corresponding note (AA 26.1: 98), and a brief mention at Asia(8°)-6.

[5] [Caraiben … platte Stirn] See Humans(8°)-5.

[6] [Kaiser Kangxi] This is either Kangxi [Kangchin](1654-1722), the ourth Chinese emperor of the Qing dynasty and the longest reigning (1661-1722) emperor in Chinese history; or else Kammu (735-806), a Japanese emperor reigning 781-806 (the manuscript reads ‘Kammi’).

[7] [Odin] [¿¿].

ms 13


[1] [Fischtran] This was mentioned previously above; see also a similar passage and the accompanying note at Land(8°)-5.

[2] [Bänder an Weiberfüßen] Dampier (1702, 977):

“Das Haupt bedecken die Hottantots nicht, hängen aber in ihre Haare zum Zierrath kleine Muscheln. Ihre Kleider bestehen aus Schaffellen, welche sie über die Schultern, als einen Mantel hängen, und die Wolle inwendig hinein kehren. Ausser diesem Mantel haben die Männer noch ein Stücke solchen Felles, als eine kleine Schürtze formen herunter hangen, die Weiber aber auch noch eines um die Lenden gebunden, welches wie ein kurtzer Rock biß an die Knie gehet. Ihre Beine sind, 2. biß 3. Finger dicke, mit Schaff-Därmen umwunden, manche biß zu den Waden, manche von unten auf biß an die Knie, daß man, wenn man sie von weitem siehet, dencken solte, sie hätten Stieffeln an. Diese [978] Därme wickeln sie um, wenn sie noch erst ausgenommen sind, da sie denn mit der Zeit gantz harte und steiff werden, denn sie nehmen sie nicht wieder ab, sie wolten sie denn essen, welches denn nur auf der Reise, und wenn sie sonst gar nichts haben, […].” [excerpt]

[3] [Asa foetida] This culinary spice is also mentioned in Herder’s notes on physics (A2) and metaphysics (EP 531-5); see the note to the latter.

[4] [lieblicher Geruch] The Rink Physisiche Geographie discusses “judgments of smell”:

“All southern Europeans and the neighboring Indians take real delight in ‘Devil’s faeces’ or Assafoetida. All their dishes, even bread, are perfumed with it, and the water itself smells of it. For the Hottentots, and also for some Indians, cow-manure is the favourite smell and their sheep skins have to smell of it if they are to be at all fashionable.” (AA 9: 320)

The Holstein-Beck notes repeat the claim that cow manure is “their favorite smell” (AA 26.1: 264). Colb (1745) writes of the Hottentots that when a child is first born, they rub it with fresh cow manure (141)[excerpt], also that the women rub their entire bodies with cow-manure to purify themselves after menstruating. Once it dries, they remove it and rub themselves with fat from head to toe (145)[excerpt].


Textual Notes
[8°-Humans]

A transcription-key can be found in this window on the Start page.

ms 1


[a] 'ausges' corrected to 'ausgenommen'.

[b] Reading 'keinen' as 'keine'.

[c] Reading ‘E.' as 'Europa'.

[d] A ‘Körperbau Amerikaner sind stark' is crossed out.

[e] A '4 ˜Fuß' is crossed out.

ms 2


[a] An 'Urs' is crossed out.

[b] An 'ihr Haar' is crossed out.

[c] A 'einige besch¿' is crossed out.

[d] A 'die' is crossed out.

[e] An 's' is overwritten.

[f] An 'ist' is deleted.

[g] Reading 'die' as 'das'.

[h] Reading 'Temur' as 'Tamerlan' (Timur = Tamerlan).

[i] A 'gls' is crossed out.

[j] An 's' is overwritten.

ms 3


[a] '¿¿' was corrected as 'so'.

[b] An 's' is omitted here.

[c] An illegible word is crossed out.

ms 4


[a] A 'Mu' is crossed out.

[b] A 'Quarterol' is crossed out.

[c] An illegible word is crossed out.

[d] Reading 's' as 'sogar'

[e] An 's' is omitted.

[f] A 'so' appears to be crossed out.

[g] A 'sen' is crossed out.

[h] A 'wo' is crossed out.

[i] An 's' is omitted.

ms 5


[a] A 'k¿d' is crossed out.

[b] The ink changes here.

[c] Reading 'Nat.' as 'Nation'. It might also be read as 'Natur'.

[d] An 'Ob' is crossed out.

[e] A 'gla¿¿' is crossed out.

[f] Reading 'das' as 'die'.

[g] An 'ist' is crossed out.

ms 6


[a] Here and in the next line: Reading 'Lulof' as 'Ludolf'. Both are authors used by Kant in these notes, but Ludolf’s book on Abyssinia is the proper reference here.

[b] Reading 'Kolbe' as 'Colb'.

[c] Reading 'Ke?mis' as 'Keymis'.

[d] A 'fo' is crossed out.

[e] A 'sehr' is crossed out.

[f] 'schw' is overwritten.

ms 7


[a] Reading 'Lulof' as 'Ludolf'. Both are authors used by Kant in these notes, but Ludolf’s book on Abyssinia is the proper reference here.

[b] Reading 'Kolbe' as 'Colb'.

[c] The text has been re-ordered following numbers written over 'schon weiber sind'.

[d] 'eb' is overwritten.

[e] A '@Br@' is crossed out.

[f] An 's' is overwritten.

[g] A 'Eu' is crossed out.

[h] A 'die den' is crossed out.

[i] 'er' is overwritten.

[j] Reading 'Haselquist' as 'Hasselquist'.

ms 8


[a] A 'Ha' is crossed out.

[b] 'd' is overwritten.

[c] A 'Hu' is deleted.

[d] 'E' is overwritten.

[e] Reading 'ist' as 'sind'.

[f] Reading 'die' as 'den'.].

[g] 'Zorn' corrects an initial '¿'.

[h] A 'go' is crossed out.

[i] A 'weni' is crossed out.

[j] Two illegible letters are overwritten.

ms 9


[a] Change in ink.

[b] A 'so' is crossed out.

ms 10


[a] Overwrites 'den'.

[b] A 'wie' is overwritten.

[c] A 'Holländer' is crossed out.

ms 11


[a] A 'daher Egypt:' is crossed out.

ms 12


[a] Here and in the next line, reading 'Ludolph' as 'Ludolf'.

[b] Reading 'Haselquist' as 'Hasselquist'.

[c] A 'kann' is crossed out.

[d] Ein 'Knie' is crossed out.

[e] A 'Fin' is crossed out.

[f] Reading 'Kammi' as 'Kangxi'.

ms 13


[a] An 'in I'(?) is crossed out.].

[b] Reading 'Assa fetida' as 'Asa foetida'.