Physical Geography: Earthquakes (4°)




Source: Nachl. Kant, #15a (Akademie-Archiv, Berlin) Pages 1-4.

Group (4°): Kant #15a (4 pp.)

Source: Nachl. Adickes, #4 (4°, 3 pp., Akademie-Archiv, Berlin) Pages 5-7.


Kant #15a(4°) consists of three different signatures for a total of ten pages, but the sheets are all numbered consecutively (1-5). This group contains notes on: Earthquakes (4 pp.) and Rivers (2 pp.), and Winds (4 pp.).


Adickes #4 consists of a copy of the physical geography notes prepared by Paul Menzer and two others (c. 1900). They are transcribed here only when the original is no longer available – about half of the 4° sheets. (For peculiarities regarding the transcription of the Menzer copy, please see the Introduction to the Physical Geography notes.)

This group contains notes on: Intro (2 pp.), Oceans (17 pp.), Land (24 pp.), Earthquakes (3 pp.), Springs (11 pp.), Rivers (11 pp.), and Winds (4 pp.).


[NL-Kant #15a (4r)] ms 1



Drittes   Hauptstück
——————————————
Vom   Erdbeben
.und
feuerspeienden   Bergen
——————————————

Erdbeben.

a) Bestimmung:[1]

1.) Vorboten:

‹a)› Die Thiere erschrecken: Mäuse laufen aus den Löchern: Vieh wird un-

ruhig: (vielleicht weil sie schon zum voraus den Ausbruch unterirr~

discher Dämpfe empfinden) Oft kriecht (1755. bei Cadix) Seegewürm

aus der Erde: die Luft wird stille, ˚.und dampfigt

/ 2.) Anfang:

Der Barometer fällt – die Neapolitanischen Magneten wichen ab,

˚.und blieben in der Lage: Die Bergwerke (z.E. in Sachsen) wurden

voll Dämpfe, [a] den[b] Arbeitern unerträgl.ich[c] – Das Meer fängt sich

an zu bewegen (weil bei der geringsten Schüttelung die Weite den Un-

terschied der Höhe sehr merkl.ich macht) ˚.und wallt auch in den entlegensten

Orten auf, wo die Erdbeben nicht hinreichen (z.E. 1755 die Nordsee bei

Hamburg; die Landseen mitten in Deutschland) Lange Körper [d]z.E. Kronen

Leuchter (daher in Italien oft große Unruhen) hohe Thurmspitzen, ˚.und

Oberetagen machen sie am 1sten merkl.ich – Kurz vorher geht ein

unterirrdisch Raßeln wie Lastwagen – ein Donner – ein eingeschlos-

sener Sturm Knall (wie bei dem Eisbeben.

/ 3) Erdbeben selbst:

Gewaltige Stöße, die kaum eine Sekunde dauren, ˚.und mit gleich-

förmigen Intervallen wiederkommen: der Boden erbebt Wellenförmig

wie ein geschlagen Seil, ˚.und diese Welle läuft in langer Direktion gros-

se Länder durch mit gewißen Zwischenzeiten. (Man sollte die Zwischen-

zeiten im Laufe des Erdbebens bemerken, so wird man vielleicht auf

die innere Erdstruktur ˚.und den Lauf der Hölen muthmaßen) Sie

laufen auch unter der See fort: ˚.und die Schiffe haben 1755 ein Seebeben em-

pfunden, als wenn sie am Boden vest wären.    ‹100 Meilen von Portugall›

/ 4) Wirkungen:

Häuser von vestem Grund, großer Höhe ˚.und Schwere stürzen: ˚.und M.

le Gentil hat bemerkt,[2] daß wenn die Direktion des Erdbebens längst denen

Straßen geht, alle Häuser stürzen, (weil eins gegen das andere bebt).

Geht sie aber queer durch: so beben sie nur. (Da die Direktion der

Erdbeben sich beständig nach den Hölen richtet: sollte man nicht queer bauen).

Kleine, hölzerne röhrne ‹Häuser› werden verschont: z.E. in Peru Bambushütten.

[datum: 09.04.2019]


[NL-Kant #15a (4v)] ms 2



b) Zeit ˚.und Ort:[1]

/   1) Gegend: Länder, die gebürgicht [a], oder der Fuß eines Berges sind, ¿ }

/                 } sind voll Erdbeben.

/     b) die an der See, ˚.und gemeinigl.ich mit steilen Küsten liegen }

/    So ist, Peru eine Bergstrecke mit einem steilen Seeufer, ˚.und am meisten geplagt

/    ⁅So ist⁆ Italien der Apenninfuß ⁅mit einem steilen Seeufer, ˚.und⁆ sehr ⁅geplagt⁆

/    insonderheit Neapolis, ˚.und seine Folge, Sicilien: (doch das steile bergichte Norwegen ist ‹ausgenommen›

/    In der Zona torrida sind sie am häufigsten, z.E. Peru, die Inseln des Indischen

Meeres ˚.und des grünen Vorgebürges.

/   2) Zeit: In Regenzeit mehr als trockner

/    ⁅In⁆ Winter_⁅mehr als⁆ Sommer

/    Vormals ⁅mehr als⁆ jezzo: so ist Peru zur Zeit der Incas ganz verwüstet.

c) Ursachen:[2]

/   a) Der Erboden muß hol seyn: Dies zeigt der untere fortlaufende Donner: sonst wäre kein

Geraßel: – Also sind unten lange Hölen, die oft unter See in die weitesten Länder fortgehen:

insonderheit ist dieser Hölengang [b] unter den Gebürgen (daher feuerspeiende Berge)

/   b) Diese Gewölber haben eine sehr dicke, unzerbrechliche Erdschichte über sich: [c] die

/    a) kein Erdbeben durchbricht, sonst würden Länder in ein wallendes Feuermeer sinken:

/    b) ⁅kein⁆ Feuerspeiender Bergrachen erreicht, der höchstens nur bis an den Fuß geht

/    c) ⁅keine⁆ Menschl.iche Kunst durchgraben kann, wie ein Chimärisches Projekt Vulkane anrieth,

    um dem Erdbeben auszuweichen.

/    d) vielleicht an den Seeufern dünner sind, weil sie, da die See ein gesunken Land ist, weni-

    ger Haltung ˚.und also mehr Erdbeben haben.

/   c) Bei dem Erdbeben ist unterirrdisches Feuer, dies zeigt der Schall, die Dämpfe, ˚.und Ausbrüche.

/   aa) Ist es ein Feuermeer, was beständig fließt, ˚.und bey Aufwallungen Erdbeben macht.

/   Vermuthl.ich nicht: denn die Erdbebens länder würden dadurch 1) wärmer: Das ist aber nicht.

/         Erde   unten   würde   ⁅dadurch⁆ 2) mit der Zeit calcinirt.

/         3) wo ist unten beständig Luft.

/   bb) Also periodische unterirrdische Erhitzungen, von denen auch die warmen Bäder zeigen.

/   Möglichkeit 1) der Entstehung: eine Mischung von Eisenfeilstaub, Schwefel, ˚.und Waßer in die Erde

     vergraben, macht nach etlichen Stunden ein künstliches Erdbeben; Dampf

     ˚.und endlich lebendige Flamme. Nun gibts zwar kein natürliches Eisen (das

     brennbare bekommt die Eisenerde bei der Operation) wohl aber

     überall Marcasite (Kiesarten) die sich, wie Kalk blos durch Waßer

     erhitzen, dampfen, ˚.und ausdehnen. Es gibt überall Vitriol Säure, die

[datum: 17.04.2019]


[NL-Kant #15a (5r)] ms 3



im Waßer aufgelöst, ˚.und über Eisen oder Kupfer geführt, sich erhitzt. Alles Feuer erstickt aber

ohne Luft: daher werden sie oft Jahrhunderte glimmen können, ˚.und nicht eher ausbrechen, bis die

Luft des unterirrdischen Gewölbes in Zug versezt wird: alsdenn hört man den Sturmwind.

/ 2) des Ausbruchs: Die Bewegung der unterirrdischen Luft entsteht, wie die Winde,

/ aaa) durch Erhitzung einer Gegend vor der andern

/ bbb) ⁅durch⁆ Waßer (was sich vielleicht vom Regen durch die Ritzen durchseigert, ˚.und Salze ˚.und Mine~

 ralien in Bewegung sezt.

/ ccc) ⁅durch⁆ Sinkung des Seebodens. Da das Oceanbette blos ein gesunkenes Land ist – da das

 innere der Erde noch ein Chaos ˚.und flüßig zu seyn scheint – da das Meer mit

 großer Last drückt: so kann der Boden sehr leicht sinken: Und sinkt er nur etwas

 welcher Luftdruck in den unendlichen Erdhölen – ˚.und steht dieser Wind mit dem

 kleinsten Feuer in der weitsten Verbindung – welch ein Erdbeben? (So entstehen

 nach dem Gruner[a] die Eisbeben,[1] wenn ein Theil der Tafel sinkt – so ⁅entstehen⁆

 ⁅nach dem⁆ Peyssonel[b] die Brandungen bei Guadeloupe, wenn bei der 7 … 10 Welle[2]

 das Waßer sich in Hölen seigert, ˚.und durch den Gegenstand kleine Bebungen macht.

 Daher fangen sich auch die Erdbeben vom Seeufer an, ‹a)› dem nächsten Orte des

 Gesunkenen (˚.und eben daher sind auch die Seebeben – obwohl weniger merkl.ich

 weil das Waßer widersteht.) b) weil das Seegewäßer in die Erde drang.

ב). Feuerspeiende Berge:[3]

(Vulkane) sind mit den Erdbeben in Absicht auf die Ursachen ˚.und Wirkungen, Zeit ˚.und

Ort verbunden:

A. Bestimmung:

/ a) Berge: entweder Land oder Seeberge (Inseln) selten Ebnen: den Erdstrich bei Baku

 ausgenommen, [c]8 Meilen lang, wo (vom Naphta) beständig Feuer vor die Parser

 brennet.

/ b) feierspeiende. Aus einem Rachen (gleichsam Mündung der Kanone) ‹der› oft Meilen weit ist,

 stoßen sie fast beständig Rauch aus – oft Ausbrüche von Flammen – oft Aus-

 würfe von [d] Schutt, Steinen, glühender Asche, ausgebranten Bimssteinen,

 oft eine Lawa von geschmolzenen Steinen, Mineral.ien Metallen (in der oft

 Körnchens Gold sind) die brennend Gegenden ‹oft Italienische Meilen› überschwemmt, begießt, ˚.und [e]

 in der See noch brennt: – Alles dies periodisch, mit Respirationen, die das

 Erdbeben, oder einen nahen andern Berg ablösen.

B [f]Geschichte

1) Gegend:

In allen Welttheilen, selbst in Ysland, ˚.und Grönland, doch in der Zona torrida die

 meisten: ob uns gleich die meisten daselbst unbekandt sind. Die bekanntesten:

/ 1) Vesuv: in Neapel: war erst ruhig ˚.und fruchtbar ‹s.iehe Virgil›:[4] so wie jezt noch seine Östl.iche ˚.und Nördl.iche

 Seite ein Paradies ˚.und wenig dem Erdbeben unterworfen ist. Sein erster Aus-

 bruch war unter Titus,[5] [g] da er die Stadt Herkulaneum an seinem Fuß

 mit Lawa 20 ˜Fuß hoch übergoß. (Auf Königl.ichen Befehl arbeitet man jezt diese

 Lawa durch, ˚.und hat viele Denkwürdigkeiten, Schriften, Statuen heraus@gegraben.@[6]

[datum: 17.04.2019]


[NL-Kant #15a (5v)] ms 4



Er schwieg drauf, bis unter Trajan[1] – nachher sogar bis 1531 – nach der Zeit aber wütet er

fast jährlich. Oft hört man ihn kochen; er wirft Asche, Stein, Salz, Salmiak aus, ˚.und seine Lawa

fließt oft 7 Ital.ienische Meilen. Oft sprüzt er süß Waßer aus (was aber nicht eben distillert

Seewaßer seyn darf. Seine Flamme ist oft so hoch ˚.und stark, daß sie kein Sturm beugt, ˚.und seine

Asche soll einmal bis nach Egypten geweht seyn. Seine Wuth wechselt sich durch Respirationen

mit dem Erdbeben in Italien, mit dem Aetna; Solfotarat,[a] ˚.und Strongoras ab.

/ 2) Aetna ‹(Gibello)›: ist älter als Vesuv: bekam 1699 3 neue Riße [b] schlug über 100 Ellen hohe Flammen,

verwüstete 14 Städte ˚.und Dörfer, unter andern das große Euphemia, erstickte 6.000 auf

einmal, die sich retten wollten: schoß einen Lawastrom (der nicht so vest ist als des Vesuvs)

auf Cataneo, der sich aber nahe an der Stadt wandte, ˚und in die See brannte.

/ Cataneo liegt sehr gefährlich, auf dem Schutt einer Stadt, die 68 ˜Fuß tief unter ihr

mit [c] Lawa bedeckt ist.

/ 3) Hekla: auf Island: wenn er einige Zeit mit Schnee verstopft ist, so sind große Erdbeben. Bricht

er los, so erfolgen Schneegüße, ˚.und [d] bis 80 Meilen auf die See, die halbe Farth

nach den Orkaden fliegt Asche:

/ 4) Vulkane auf den Cordileras sind häufig. Cotapaxi ist der heftigste, ˚.und vom M. Bou-

guer, [e] 1742 bemerkt.[2] Aus einem Rachen, der 500 bis 600 Klafter im Durchmeßer

hat, warf er Flammen ‹alle 42 Sekunden›: daß Schneebäche 800 Klafter tief, das Land umher 18 deut-

sche Meilenweit beschwemmten. Zur Zeit der Incas ‹da›[f] Peru vom Erdbeben ganz

durchwühlt worden, haben die Vulkane weit heftiger gewütet, ˚.und Cotapaxi[g] hat

[h] 1533 damals dem 20ten Ausbruche, Gevierte Steine 8-9 ˜Fuß hoch bis 3 Meilen weit

umher geworfen, ˚.und der Boden herum ist nichts als geschmolzne Bimssteine.

/ 5) Auf vielen Inseln z.E. bey Italien, Strongoras, Solfotara oder Solforata, – ˚.und auf !den

meisten Moluckischen Inseln ist in der Mitte ein Vulkan.

2) Zeit:

Da vormals die Erde flüßiger, chaotischer, ungebildeter, ˚.und also mehrere Senkungen der Erde

gewesen: so war sie ‹vermutl.ich› ein Behältniß von lauter Vulkanen, ˚.und ofters dem Erdbeben ausgesezt:

(Vermutlich werden sich, nach dem die Erde vester wird, die Erdbeben ˚.und Feuerausbrüche vermindern.)

/ 1) Es haben also viele Vulkane aufgehört oder sich gemildert: z.E. a) viele in Peru, (obgleich

tägl.ich daselbst Erdstöße sind: so sind sie doch gegen die alten nichts) b) Der Ararat, deßen große

Kluft noch von Rauch schwarz ist                c) ⁅Der⁆ Pico, mit Schutt

und gebrannten Steinen bedeckt, stößt nur noch des Nachts einen lichten Rauch d) das verbrannte Eiland,

eine Insel an der Brasilischen Küste.

/ 2) einige, vorher ruhige, haben sich eröfnet: z.E. einer auf Japan – Brawa – ˚.und Capo Verde.

[datum: 17.04.2019]


[NL-Adickes #4 (185r)] ms 5



[The first five lines of text on this page of copied text is a copy of the last three lines of text from the previous manuscript page, and so is not re-transcribed here.]

C. Ursachen:

1.) der Feuerauswürfe: sind die

    Ursachen der Erdbeben; ˚.und diese sind also

    zugleich die [a] vors unterirdische Feuer:

    die glühende Materie wird vielleicht

    durch ein wenig Wasser auseinander-

    gesprengt. (so‹?› wie geschmolzen Erz

    durch Speichel zersprengt wird.)

/ 2) der Respiration: wie der Kalkofen

    des Mariotte mit einer Öffnung[1]

    Luft mit Respirationen einsog,

    so auch der Berg. Das Feuer ver-

    jagt die Luft aus der Öffnung

[datum: 17.04.2019]


[NL-Adickes #4 (185v)] ms 6



und beraubt dadurch sich selbst, weil es nicht

ohne Luft brennen kann. Durch diese

Beraubung kühlte sich die innere Luft; sodaß

die äußere hinzudrang ˚.und ihren Platz

einnahm. Dadurch fachte sie das Feuer an,

˚.und dieses vertrieb jene sogleich wieder.

D. Macht der Erdbeben und Vulkane.

/ 1.) sie verwüsten Länder: 1755 Portugall –

Lissabon versank Lima versank.

(die Bambushütten nicht.)

/ 2.) sie spalten große Berge: als auf Makian[a]

einer Moluckischen Insel, werfen oft

Berge um, wie in Cordileras

/ 3) sie heben oft Berge hervor

/a) zu Lande 1538 bei Pozzuolo[1] ent-

stand in der Nacht eine Öffnung

[datum: 17.04.2019]


[NL-Adickes #4 (186r)] ms 7



aus der in 24 Stunden ein Stein ˚.und Aschenberg

geworfen wurde (Monte di cinere) 400

Ruten hoch, 3 Ital.ienische Meilen im Umkreise.

/ b) zur See 1720 bei den Aporischen Inseln

erhob sich aus dem 120 ˜Fuß tiefen Meer-

grunde 1 Meilen weit:    und

versank. Nach Plinius Anzeige[1] ist

Santorini im Aegeischen Meer (Terasia)

aus der See gehoben, daher ists eine Lawaerde

ohne Quellen, Strata, Jungfernerde.

/ Bei Santorini ward 1720 eine 6 Meilen

breite Insel aus dem 80 Faden tiefen

Meer gehoben, ˚.und noch 4 große Schutt-

berge dabei.

[datum: 17.04.2019]


Explanatory Notes
[4°-Earthquakes]

ms 1


[1] [Bestimmung] Holstein-Beck (AA 26.1: 33): “§1. Vorboten und Bestimmungen eines Erdbebens”.

Cf. Kant’s three essays on earthquakes, all appearing in 1756, the first and third in the local newspaper and the second published as a 40 pp. pamphlet (AA 1: 419-27, 431-61, 465-72).

[2] [le Gentil hat bemerkt] Le Gentil de la Barbinais (1685-1731). See the corresponding passage at Earthquakes(8°)-2 and the accompanying note.

ms 2


[1] [Zeit und Ort] Holstein-Beck (AA 26.1: 33-34): “§2. Gegenden der Erde die am meisten mit Erdbeben beschweret werden”.

[2] [Zeit und Ort] Holstein-Beck (AA 26.1: 34-35): “§3. Ursache und Wirkung des Erdbebens.”

ms 3


[1] [Grunner die Eisbeben] Gottlieb Siegmund Gruner (1717-1778). See the parallel passage at Earthquakes(8°)-5.

[2] [Peyssonel … 10 Welle] See the parallel passage at Earthquakes(8°)-5 and corresponding note.

[3] [Feuerspeiende Berge (Vulkane)] Holstein-Beck (AA 26.1: 34-35): “§4. Von den Feuerspeienden Bergen.” Some of Kant’s information in this section appears to be drawn from Buffon’s Allgemeine Historie der Natur, 16th Article (1750, 265-68).

[4] [siehe Virgil] See the parallel passage at Earthquakes(8°)-3.

[5] [Titus] Titus (39-81 CE), Roman Emperor (from 79 CE). See the parallel passage at Earthquakes(8°)-3.

[6] [Auf Königlichen Befehl … herausgegraben] The buried city was accidentally discovered in 1709 when a well was being dug, but its identity was not known. A few random excavations – lootings – took place immediately, and eventually a tablet was unearthed inscribed with ‘Theatrum Herculanensi’. The land was controlled at the time by Charles VII, King of Spain, Naples, and Sicily, who sent his engineers to commence digging in October 1738, and the search began for Pompeii, which in the end was more accessible, having been covered with a looser ash and soil, and which was found in 1748. Sir William Hamilton (1730-1803) was a British envoy to Naples at the time and began collecting retrieved objects. By 1755 an “Academy of Herculaneum” was formed to ensure more orderly excavations. Johann Winkelmann was already in Rome at the time, and made several visits to the site.

ms 4


[1] [Trajan] Trajan (53-117 CE), Roman emperor (from 98 CE).

[2] [M. Bouguer, 1742 bemerkt] Pierre Bouguer (1698-1758). See the parallel passage at Earthquakes(8°)-3 and corresponding note.

ms 5


[1] [Mariotte] Edme Mariotte (1620?-1684). See the parallel passage at Earthquakes(8°)-4

ms 6


[1] [1538 bei Pozzuolo] See the corresponding passage at Earthquakes(8°)-3

ms 7


[1] [Plinius Anzeige] See the parallel passage at Earthquakes(8°)-4 and the corresponding note.


Textual Notes
[4°-Earthquakes]

A transcription-key can be found in this window on the Start page.

ms 1


[a] A 'daß' is crossed out.

[b] 'die' was corrected to 'den'.

[c] Improved from 'untrtragl.ich'.

[d] An opening parenthesis is crossed out.

ms 2


[a] A 'sind' is crossed out.

[b] An 'auf d' is crossed out.

[c] A 'sie ist' is crossed out.

ms 3


[a] Reading 'Grunner' as 'Gruner'.

[b] Reading 'Pitzonell' as 'Peyssonel'.

[c] A '100' is overwritten with an '8'.

[d] A 'gef' is crossed out.

[e] An 'oft' is crossed out.

[f] An 'Hist' is overwritten.

[g] An '˚.und' is crossed out.

ms 4


[a] Written directly below, a possible correction: '⁅Solfo⁇rata'.

[b] An '˚und' is crossed out.

[c] An 'einem' is crossed out.

[d] A 'wirft' is crossed out.

[e] A 'der' is crossed out.

[f] 'da' is written above a crossed out 'hat'.

[g] Reading 'Catapaxi' as 'Cotapaxi'.

[h] An illegible word here appears to have been rubbed out.

ms 5


[a] In pencil, Menzer writes above the line: 'Zeugen?'.

ms 6


[a] The copyist wrote 'Machian' but added a '?'. 'Makian' (or 'Makjan') is a common spelling of the island.

ms 7


[a]