Varia: Physics




Source: Nachlaß Herder XXV.46a (Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz)

Group 1: XXV.46a (8°, 3 pp.) Pages A1-A3.

Group 2: XXV.46a (8°, 4 pp.) Pages B1-B4.

Group 3: XXV.46a (8°, 1 p.) Page C1.

Source: Nachlaß Herder XX.188 (Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz)

Group 4: XX.188 (8°, 6 pp.) Pages D1-D6.


XXV.46a, Group 1, comes from a four page 8° signature (10 x 15.5 cm), of which three pages include physics notes. Text: pencil. Pp. 1 and 2 are filled with notes; p. 3 is blank; p. 4 has six lines written at the top (about 1/5 of the sheet). Only the first two pages are printed at AA 29: 69-71. A librarian added in pencil the numbers 1, 2, 3 at the bottom of the pages with text. No margins, but written in an uncramped manner. At the top of p. 1: “Phys. II”. To the left of this: “Autor: P¿¿”

The content of the text, as well as various §§-numbers, refer to Chs. 1 (extension, §§1-23) and 2 (impenetrability, §§24-38) of the Eberhard text. The few lines of text on p. 4, while physically separate from the text on pp. 1-2, clearly belongs with that text. It offers examples of claims made in the previous text.

Previous transcriptions: AA 29: 69-71 (= A1-A2).


XXV.46a, Group 2, comes from a twenty page 8° signature (10 x 15.5 cm). Text: pencil. Physics notes are found on pp. 15-18; physical geography notes are found on pp. 1-14 – specifically an Introduction, a discussion on Oceans, and the beginning of the discussion on Land – and pp. 19-20 are blank. Listed as XXV.46a-1 in the Physical Geography notes.

The physics notes all stem from Chs. 7 (electricity, §§454-503) and 8 (magnetism, §§504-37) of the Eberhard text.

Previous transcriptions: none.


XXV.46a, Group 3, consists of a single 8° laid sheet. Text: dark brown ink. Notes – on astronomy – are on the top-half of one page, the rest is blank (other than a penciled ‘4’ at the bottom).

Previous transcriptions: none.


XX.188, Group 4, consists of six pages from Herder’s Blaues Studienbuch (Blue Notebook), an octavo volume of 230 pp. (10 x 17 cm.; ribbed paper) with a pale blue cover. Text: ink. Penciled pagination in the upper-outer corners was added later. These notes on physics were written in an upside-down orientation, and therefore proceed “backwards” through the notebook, from p. 119 to p. 110.

Previous transcriptions: Irmscher [1964, 56-64] and AA 28: 15833-6611.

Other transcribed text from this notebook can be found at MP (prol) (notebook pages 120-23) and Varia (XX.188) (notebook pages 2-10, 24-25, 46-47, 179, 187).


See the introductory comments on these notes here.

Textbook: Johann Peter Eberhard, Erste Gründe der Naturlehre. Halle: Renger, 1753. [702 pp.]


[XXV.46a(1)] ms A1



/ Aut:or @Pole@  [figure]  Phys.ik II.[a]

[Das 1. Capitel,
von der Ausdehnung, §§2-23]

/ Autor nimt promisc.ue ˚.aus ˚.einfachen Theilen ˚.und unendl.ich ˚.vielen ˚einfachen Theilen

˚Die Theilung des R.aums ist ˚wie log.ische Theilung, in Gedanken: wirklich kan sie[b] ˚nicht ˚seyn.

Autor redt ˚von ˚dem R.aum ˚.einnehmen ˚der Elemente, als ˚wenn s.ie vor ˚sich ˚einen R.aum ˚.einnehmen,

˚eine figur hätten:[1] ˚das ist widerl.ich Korper ˚sind also ˚nicht ˚.aus figurirten Elementen zusammengesetzt.

˚Wenn in ˚der Welt alles voll ist, so ˚würde, da alles widersteht, flüßiges ˚und @vestes@

˚nichts ˚von ˚einander unterschieden seyn:[c] so müsten also leere Zwischenräume ˚seyn.

so ˚auch ˚der Aut:or: ˚durch ˚die Experimente: ˚das dichteste, ˚das Gold, wird kl.ar @˚.und@

˚durchsichtig.[2] ʾResponsio: ˚Der beweis gehört ˚nicht für ˚den Anfang ˚der Physik: – es verhalt

˚sich ˚.mit ˚dem[d] Licht, ˚.wie ˚.mit ˚den Zitterungen ˚durch ˚die Luft, ˚die Wände ˚durchschüttert.

/ [e] Es gibt ˚.zum wenigsten ˚nicht ganz leere Zwischenr:äume[3]

/ ˚Die gänzl.iche Un˚durchdringl.ichkeit zeigt ˚keine Erfahrung ja kein Beweis a priori. da

˚keine Mat.erie ˚.auch ˚durch ˚die gröste Kraft ˚.aus ihr.em Ort kan vertrieben ˚werden.

[Das 2. Capitel,
von der Undurchdringlichkeit und Theilbarkeit, §§24-38]

/ 24) Alle Theile haben vires repuls:ionis, ˚das ganze vim expansionis. [4]

/ 28. Körper ˚sind theilb:ar.[5]

/ Mat:eria[f] compositur impenetrab:ilitate. Corpus comp.ositum impenet:rabile ‹determ:inat figurae›[g]

Hier ˚wird nie ˚.ein totum ideale, ˚sondern reale, da alle Theile wirklich ˚durch die

Kraft ˚der Anziehung[h] gegen ˚.einander wirken. Sandhaufen also ˚nicht ˚.ein Körper.

/ Theilbark.eit ist Real, = ˚weil ˚die Theile wirkl.ich [i] aus einander verruckt werden;

s.ie ˚sind ˚Substanzen. – unendl.iche Theilb.arkeit[6] ist hier ˚nicht ˚.auszumachen in ˚der Phys.ik

Denn wir kommen in ˚der Realtheil.ung nie ˚.auf ˚.einfache Theile, ˚.und wir

dörfen ˚nicht wissen ob, ˚die Menge unendl.ich ist. 30.[7] In so fern ˚die Elemente ‹absolut› ˚einfache

˚Substanzen ˚sind: ob in ˚vielerl.ei Arten ˚der ˚Substanzen als wirkliche bestandtheilen ˚der

Mat.erie ˚seyn. – ˚Nicht alle Elemente ˚sind ˚.von ˚einem gleichen Grade ˚der substanziellen Kraft,

˚weil ˚die Art des Wiederstandes unterschieden ist. – Sonst könnten ˚viele Mat.erien

˚der verschiedne Dichtigkeit.en ˚nicht erklären, denn aber hangt ˚die verschiedene Dichte ˚.von

den viribus repuls:ionis dies ˚.von ˚dem mancherl.ei Grad ˚der Kraft. Sieht ˚.man ˚die Elemente

als blos Beziehungs weise auf ˚den Körper: so müßen ˚.auch ˚.große Unterschiede

˚der Kräfte derselben [sein].


[XXV.46a(2)] ms A2



Unter ˚den mancherl.ei Mat.erien ‹˚hat ˚ein›[a] subtilere Mat.erie,[1] ˚deren Theile unter ˚einer grö-

bern als ˚einem vehiculo ˚eingeschloßen ist, ˚die ˚durch ˚kein Gefäß ‹frei› ˚eingeschl.ossen ˚werden

kan, ˚der abgezogen doch ˚nichts ˚dem Gewicht ˚der Mat.erie wegnimmt, ˚die gröste Kräfte

(Alten: ‹sumta rector› archaeus, quinta essentia nach ˚den 4 Elementen). Wir indeßennnen

bei ˚den Unterschieden ˚der Kräfte ˚nichts als ˚die Anzieh.ung ˚.und Zuruckst.oßung bemerk.en

Vieles ˚.von ˚den Untersch.ieden ˚der Elem.ente ist unerforschl.ich – Denn [b] es ˚wurde ge-

zeigt, daß alles lebt – (Es ist philos.ophia pigror.um[2] ˚wenn ˚.man bey Körperchen

stehen bleibt – ˚Die Atomistische Philos.ophie ˚.mit Figur ˚.hat lauter Instru-

mente, nur fehl.en überall ˚die Kräfte: ˚die Theile des ˚zusammenges.etzen

Atomi laßen noch ˚die 1ste Fragen übrig. ˚Die Chym:ikern hatten ˚.ein ˚großes

Licht gegeben – So ˚.wie Erfahrung überh.aupt – ˚Das Meßer löst ˚.auf (Swam-

merdam[c] ˚der Laus),[3] Fäuln.is löst noch feiner – Gährung – Doch ˚das

Feuer am feinsten (Chymici Mengmeisern Scheidekünst) Doch da

˚die handl.ungen des Handwerks ˚.vom Phil.osophen sehr unterschieden ˚sind: so ˚sind[d] s.ie ˚nicht

weit gek.ommenChymici ˚die (Weise) ˚den St.ein ˚der Weisen suchten theilten alles im

sal, sulphur, et Mercurius. ˚Die folgenden in Feuer, Waßer, Luft Erde, dies

˚.auch Boerhaave.[e] – ˚.und quinta essentia (qual.itas occulta) ˚die specif.ische Kraft des

Dinges, sie ist nie rein, sondern[f] ˚.mit ˚den 4 andern vermischt = ˚Die Ungleichartigk.eit ˚der Ele-

mente ist verschiedner, als ˚.man vermuthet ˚.hat ˚nicht blos 4 Art:en ˚den ˚.Exempel ˚das[g] Waß.er selbst ˚.aus

˚.wie ˚.vielen verschiednen Theil.en bestehts? obs gl.eich ˚keinen Geruch ˚.und Geschmack ˚.hat – ob gl.eich in ˚der Chym.ie

˚nichts verschieden.    – Aber es ernahrt Asa foet:ida – ˚.wie balsam¿ ˚.von Mecca, Aloe ˚.von

Socofora,[4] ˚.und zwar ganz allein? ˚.aus ˚.wie ˚.vielen verschiedenen Theil.en muß es bestehen. – Uns.ere Trennungsart

ist zu schlecht, [h] ˚Die verschiednen Ingred.ienzien ‹˚ein›zusehen, ˚weil wir s.ie wieder verbinden müßen.

/ [i] Maße, nach ˚der ˚einer ˚.großer Anzieh.ung ˚.und Zurückst.oßung

Es wäre also thoricht ˚von ˚den Elementen des ˜Sonne, ˜Mond etc. zu handeln, ˚weil vielerl.ei Arten gemischt dasselbe

machen. ˚Das Vnivers.um ˚.aus Elementen, ˚.von verschiedn.er Art, deren Maße, ˚.und verschiedne Verbindung

˚.mit andern ˚viele andere mögl.ich macht. – ˚Größe stell.en wir uns entweder ˚durch Zahl.en vor,

oder ahmen ˚die Zahl.en vor, so weit @s.ie@ kommen. – So ˚.wie ˚die ˚Größen allemal ˚eine sinnl.iche Bewunderung

erwecken: = so ˚.auch ˚das Kleine: ˚.Exempel Boyle,[j] ˚.ein Körp.er in 30 Jahren ˚sich stets @bewegend@ ˚.ein haar

breit weit k.ommt 32.


[XXV.46a(3)] ms A3



/ ‹1)› 900.000 theilung ‹auf ˚der linie› — 300 Ell.en ˚.von Seil.en des Seidenw.urmes 3 ½ Gran. — [a] geschlagen

Gold: ˚die Dicke 1/30.000 theilchen ˚der lin.ea. Keil ˚der Geruchstheilchen ˚von ˚denen ˚eines

jeden Theilchen zu ˚einem Gran, ˚.wie ˚.ein Sandk.orn zu 7. bgen ˚.auf Teneriffa. Author der Versuch

˚die Exhal.ation des Hasen[1] ˚die ˚der Hund nach Stunden riechts ˚aus @vs@ D. Hill nahm allmähl.iche Vergrößerung — daß

˚.ein Waßertropfen 5erl.ei Thierarten, ungl.eich an größe, ˚sich verfolgend — ˚die kl.einen Austern gl.eich freßen viel

Spieße — Endl.ich trochnete er ˚.aus s.ie sterben — Ameisenlöwe, mehr Werkzeuge, list Kunst

[The remainder of this page is blank.]


[XXV.46a-1(15)] ms B1



[Das 7. Capitel,[1]
von der Electrischen Materie, §§454-503]

E. unlektg k. an ˚durch eleksr. gebrcht er?rgt ˚einem funken, ˜Gott ˚ein

??wiß. kuntern und ˚einen Schwung z ¿¿¿¿gt Gazlic 2 elektr Tile

fleiht ˚.ein Goldblattchen: – so ˚auch ˚und harz: aber ??? Goldblatt?

˚das Glaserae Elektr.icität fliest, ˚das ⁅Harz⁆ zieht ?? et ¿

Rasart: ˚Die positiv Elektr.icität ˚der Unterschied, ¿s ˚ein Korp. ˜Feuer flt ˚auch ˚sich ???

harzart ⁅˚die⁆ negat.ive ⁅Elektr.icität⁆ oder ezpt

M. Kr¿¿ ˚einem Korp. beide geben

Menschen ˚einem ¿ ¿¿¿¿ er ist selbst Elektr.icität zwft ˚nicht ˜Feuer an ˚und lasse

?? sehr ˚durch ˚die glaferne Kagel ˚.Exempel er ˚durch ˚eine ristene Sbau ¿

?werden ¿ ˚.Exempel ˚das Gleich¿¿ ¿¿¿ ist sg peben entweder ˚aus ihr ist E¿¿:

Nat. ˚ausbezg oder er ˚.hat ihr egzeg ˚Der Ueberzeug ?? Korp. e.

˚die Stange ?acht ˚eine gegenseitige Ersch?ller ub flamme

???? des flammen ˜Feuer) diese ????

Goldblatten | Glaskugln – sehr e¿¿ ??? Elektr.ische Kraft beraubt

˚weil da s. mehr Ra??? ement, ??? ˚mit den Theilen zus. f??

zw?? ˚das ˜Goldbl:att Elektr.ische Mat.erie ˚und zitht ?? ?: bis z. aeql??

als denn ziehen ˚sich Elektr: ˜Feuer ˚aus ˚der Luft ˚und ˚die. dringt ?? then

˚.sie ˚.und taubt ?? wz: — 2) Refit an daß (?? blos ˚der

˚werden ˚s.ie mehr als ˚ein R??? ??? ˚.Exempel, ˚weil s. unsta??? ˚das Elektr

Mat. als ˚den abge. f?trem s.

Pole [a] blechrohre ?? ˚der Kugel beide ˚das Elektr:

˚werden ˚sich vorne in ˚der [b] ?? ? ˚aus des?? ?? ˚das ˚von finden ˚werden

D??? ser???en Dieser d pls — 2 positiv ˚.und 2 neg

??? ˚sich zuruck: ?? ˚eine posit ˚der ander neg. großen ˚sich an-

steckln

[The remainder of this page – space for three lines of text – is blank.]


[XXV.46a-1(16)] ms B2



Erf. ˚.und negat.iv Art ˚der Elektr:icität positiv elektrische, ˚.wenn er mehr serl: in ˚sich faßt

als ˚.von Nat.ur er ˚.hat ⁅Elektr:icität⁆ negat.iv ⁅elektrische, ˚.wenn er ⁆ wenig ⁅serl: in ˚sich faßt⁆

⁅als ˚.von Nat.ur er ˚.hat⁆ beide haben gleiche Effekte ˚.und es ist also schwer zu

finden welche es sog: nur eine Korper muß fas: ˚.und einer neg. so – 2 Stangen

˚Eine Korper, (˚Exempel Glas) ˚das positiv Elektr.icität war, ˚wird ˚wenn es ˚durch˚aus Reiben, ˚seine Poli~

tur verlor wird negat.iv ⁅Elektr.icität⁆ ˚Eine/˚Die Mittheil ? Elektr.icität ˚widerholen

˚den ˚die Politur gefriedet (Vielleicht hat es als denn – ¿¿athe, als ˚.wenn es

rauh ist) daher ˚wenn ˚das spitze Ende angebe ˚wird, so ˚wird es mehr

Elektricität, als ˚wenn ˚das breite Ende. – Glas ist nach dem @Bildzeug@

Englen) posit.iv elektr:ischen gerieben ˚wird sehr ˚die Elektr.ische Mat.erie vermehrt

harz negat.iv ⁅elektr:ischen⁆ (2 Korp.er einer neg.ativ ˚der andere pos.itiv ziehen ˚sich an)

Schwefel, raubt ˚der ˜Luft sehr ˚die Elek(?)st: ˚.und daher alle harz, rauben

˚die Elektr.ische Mat.erie ˚.und ˚sind also neg:ativ elektr:isch ˚.und 2 neg:ativ stoß ˚sich zuruck

Elektr.icität ˚wird ˚denn ˜Wasser sehr ????hrl:ich aber ˚nicht nach ˚der quant.itaet des ˜Wasser

˚sondern ˚der Fläche des ˜Wasser: ˚die Elektr.icität ist immer nur (˚.wie ˚die flamm ˜Feuer)

nach ˚den Flächen: ja s.eine lange ohne Vermeidung weit fortges. ˚werden

˚Der elektr.ische Kr.aft mag in ˚den Mat.eria beständig wirks:am s – ˚Die ˜Luft

faßt ˚sich zuruck (alle Theile Körper [a] gleich_______ung

Elektr.icität ˚.hat) daher bringt ˚.ein entgegenstehende Elektr.icität dazu, so ˚wird

angezogen ˚werden. ˚.Ein Schwefel. ‹˚.und andre› – waz ˚der Erde ˚Der posit. Elektr.icität[b]

¿¿den noch ihre Vielleicht kann daher ˚die Rimdbare(?) Ereichstung ˚der Ge-

witter, ˚.und G???de, ˚die gar ˚nicht

Dunste: ˚wenn ˚die ˜Sonne ganz klar ˚eingeht, so regnets. – manchmal

nicht Wolken ˚.wie Winde gebr: ˚sondern mitten am fmel ˚eine kleine

Wolk, ˚die ˚sich schwarz verbreites, ˚.und ˚.auch oft verschwindet, ofter @weggeschehe@

zu ˚werden.


[XXV.46a-1(17)] ms B3



˚Die Dunste in ˚der obern ˜Luft ˚.und untern, alle gleichfor. post. elkt

˚werden ˚sich ˚auf zurückstoßen verbreiten: (˚.und feile ˜Luft

sezt in verschied) Regen verwinden Elektr.ische Krafte, so ˚werden ¿¿¿. Verminderung

s.ie ˚werden ˚sich anziehen, (˚.wie dunkel) kommen s.ie wird ins Gleichgewicht

so wirds wieder feiter. [a] ˚Eine Stange (anpin) ˚die an ˚der ˚einem Se¿¿

pos.itive ¿¿ ist, ist ˚nicht weit da¿ neg.ativ ˚.und wieder positiv etc. dies erklart ˚die ˚.Ein~

stralchen (˚die ˚nichts da˚durch erkl.ären ˚werden ˚daß nun ˚einen Zirk.el ˚aus __gl.ich zu, denn

s.ie ˚sind Kugeln, ˚.und da ˚sind 12 mög.lich ˜Kreisen ˚sondern ˚die manchl. Kräfte Pole zw¿¿

an etc. Die Crystallzh¿¿ ˚der ˜Salz macht ˚die stets in ˚denselben

˚das, so prcp. ˚der Elektr.ische Mat.erie in ˚der ˜Luft ist vielleicht ˚die unmittelbare

S Wirk.ung ˚der ˜Gold/Sonne_ad. ˚die Beschaffenh.eit ˚der Erde, wenige ihres Schwefels etc.

kann s.ie original. negat.iv elektrische ⁅Erde⁆ ˚Die Wirk.ung ˚der elektr.ische Kraft The¿¿

˚sind nahmhste: – Todte ziehen fast ˚keine funke – ˚Eine Menschen mehr (˚auch ¿¿

als ˚der andre) [b] bez kratrakt. ˚der Nerven (zu so gar schwer

Staar (˚.wenn er ˚nicht angenrbt) wo Korpertheile ˚keine Gefuhl haben, ˚wirds ¿¿

gut gebr:auchen Es scheint also uns.ere Lebensgeist ˚eine Art Aether ˚.sein, ˚die ¿ar

˚den unbekannte Urs.ache ˚von dichtet ist – Wir sehen daß Mondlicht, daß diese(?)

300/m mal ˚klaster ist als ˚das ˜Sonnenlicht, ja wir sehen noch ˚das Licht ¿¿¿

Erde im Monde 90000000000 mal kleinere

˚die Bewegung muß also sehr [c] klein ˚sein ˚.und kan ˚.aus ˚der Ahnlichk.eit blos

??? ??? ??? ˚werden.

doch ˚sind ˚die Werk ˚der Elektr.icität bei Krh. sehr ungewiß. Sogar ueb

beur?? – S kdiese ge verstekt ˚werden ˚deßen todl. Kom, so ˚.wie ˚der bl¿¿

˚.und ˚auch [d] Menschen (Schreibt da ¿¿¿¿ Eil todt z. Erde, ˚.und wird ¿¿¿

˚Die Elektr.ische Kr.aft ˚durch ˚die Kunst ist ‹blos› ˚.ein größe Grad ˚der Elast.ische Kraft, da dies. sch¿

in ˚der ˜Luft sezen (vermutl.ich ˚auch dieser Nordluft) ˚Die ˜Erde ist selbst vermutl.ich Elektr.isch

docher.

A¿¿ zur tiip tourmalin hlals, halb Edelgeist: ‹˚Der neg› etwaz ze¿¿¿¿¿

¿¿¿¿¿¿ Asche an ˚sich, ˚.Exempel 2 Pole, ˚der posit:iv ˚.und negat.iv ˚und stoßt s.ie zurück ˚.und ¿¿

gel. z. Mag.


[XXV.46a-1(18)] ms B4



/ Cap. 8.
[von der magnetischen Materie, §§504-37]

Magnet in allen Erdteile ˚wird Eis.enhaft. ata: voll: ˚wie ˚der ockerfr

˚die 2 Plte: (Pole) so ˚daß ˚die da˚durchgezog.en lin.ie zieml.ich parallel ˚der Erdaxe

E. ist schon lange bek.annt daß ˚ein Eisen anziehen 11 Jahrl.ich ˚von Neag. Neogogio ˚die

Weltpole. M.an sezte ihren ˚.mit ˚.ein Kafrechen.Nachher Nadel damit bestreifen

M.an glaubt ˚einer zeigt genau – aber zu allen ˚Zeiten ˚nicht genau

Naht ˚.mit Magn.etische Mat.erie anfangen (sonst ˚.auch Schwermachende Mat.erie) ˚das bleibt ¿¿¿¿¿

Erfahrungen: ˚die 2 Pole: ˚sind ¿¿ entgegen Soll 1) waz ˚.mit dem 1 Pol bestritten ˚wird ˚von den andern

angezogen 2) 2 Magnete [a] haben parall.el Axen hel¿ über ˚.Exempel 2 Nordpol

˚zus.ammenge__den so fliesen s.ie ˚.einand.er ˚der Sudpol gegen ˚den Nordpol gebeugt zur

˚.einander ˚weil da ˚die Axen hinter ˚.einander parall.el ___ _ Er scheint ¿¿ ˚eine Kraft

ist ˚.mit dem Nordpol gegen Nor˚den ____ dies.er direkt. kom in 2 Mag¿¿ ˚nicht

____ ˚zusammen ____ Nordpol ˚.mit Sudpol ¿¿ ʾvice versa Pole cognominis sunt in ¿¿

heterogen: amici[1] – ˚eine Nadel ˚.mit Magn.et bestrichen ˚.auf Korkholz; oder ˜Wasser gefest noch

Nor˚den – ˚durch ˚einen Magn:et kan s.ie nach allen Gegen˚den vermöge dies.

Magn.et wirkt ˚durch ˚die r¿¿¿ Korp:er (aber ˚nicht ˚durchaus Eisen.) ˚.Exempel Kompaß s. den T¿¿ ˚.auch

R. Marmor, ˜Gold, etc. doch ˚seine Nadel noch dein Magnet untern ¿¿ (glas werden)

so ˚der Elektr.ische Korp:er so ist Eisen ˚der _____: ___ glas ist selbst ˚durch Reiben Elektr.isiert

Eisen gerieben (˚.mit Magnet [b] ¿ blos) ˚sondern ˚.auch ˚.mit andere Eisen, oder korp. Magnet. ¿¿¿¿

˚von Eisen ____ ˚den ______ ˚wird etwaz Magnet:ische ˚das Ende s. ˚den bode ges¿

˚wird ___ Nord Ende (T_____gen) ˚.mit dem Nord___ ragt es ˚die Magnet ant___

in gl.eiche Pol.en da doch ___ schleifts ˚aus Eisen ˚.von Magnet in beiden Pol.en angezogend

In erzieht__ etwaz ___ ___ aus __ __ Eisen wiedersteht so ˚der Magnetische Kraft ¿¿ ¿¿

glal elektr – Eisen ___˚den ist perpendikular Stellung ˚wird magn.etisch ˚.Exempel Kirchthürmen[2]

                    so ˚.wie ˜Luft _______ Elektr.icität

Eisen ˚wird Magn.et 1) ˚durch Reiben (

/          2) ˚durch perpendik.ular ____ (so korp ___mal mehr ˚durch ˚seine

˚Eine freischwebende Nadel (Vertikal Kompass), so daß s.ie ˚sich ____ ˚.auch herunter

bewegende K.raft ohne Magn.et ______ ist s.ein horizontal: magnet.ische in ˚einen Punkt

unter ˚der Erde, unter dem horiz.ontal – in ˚den nordl.ichen Land tief unter ˚der ˜Wasser

unter ˚der ____ = den horiz:antal –– sudl. hemis: ˚.auch in schwf @Richtung@

unter ˚die Erde: dieß ist ˚die Inclinat.io des Magnet so ˚daß s.ie ˚nicht blos hor-


[XXV.46a(4)] ms C1



˜Quadrat   tempor. periodicaor. ʾsunt in ratione comp. cum C. distant. media.

[Figure]

Fig. 1

˜Saturn ˜Erde     ˜Saturn ˜Erde

  30 : 1           95 : 10

temp. period.         distant.

˜Quadrat        Cub.

  900 : 1         857375 : 1000

   ———————————————————————————————————————

     so ˚.auch ˚die Nebenplaneten:

temp. period.     

˜Mond ˜Erde     ˜Mond dist.

27 : 365         60 : 340    halbmeß.er aber weil ˜mehr

˜Quadrat         Cub.

729 : 133225     216000 : 394 | 7481 dav. v. C. 340.

   ——————————————————————————————

   ˚die Größe


[XX.188 (119)] ms D1



/ Physik

˚die Wißensch.aft ˚der [a] Wirkungen ˚der Nat:ur ist ˚der Menschen weitläuftigste Wißensch.aft

A vniversalis

a) ˚die allgem.einen Eigensch.aften ˚der Körp.er ˚und Nat.urgesezze: ˚aus sichern Erfahrungen ˚oder Versuchen

¿[b] ist noch ˚nicht mittelmäß.ig – ˚Die alten hatten lauten Hypothes.en – ˚die Flor:entinische Akad.emie dell.a

Cimento[1] fing Versuche an, Lond.on Par:is ˚.und einzelne folgten – M.an weiß noch ˚.von

wenigen 1sten Urs:achen – ˚.auch ˚nicht ˚.von entdeckten ˚.eine[c] vollständ.ige Wirkung aber a part.ibus

[d]

b) Die Elemente: Ether (˚nicht ˜Feuer als ˚eine zufäll.iger Zustand) ˜Luft ˜Wasser ˜Erde: Stoicheiolog.ie

  a) an ˚sich[e]

  b) vermischt in ˚der Atmosphäre (Meteorol:ogie) hier [hat] ˚.man ˚.zwar Beobacht.ungen ˚nicht Erkl.ärungen gegeben

/ B) spec:ialis α

Die todten Körper

A) Mineralog.ie ist histor.isch unter‹@mahlt@›,[f] ˚.und ordnet ˚die Bestandtheile der Erde

         Plinius[2] etwaz. Deutsche ˚.und Schweden machten s.ie vollk.ommen

B) Chym.ie ist phys.isch sucht ˚die Elemente des Mineralreichs. — ist sehr alt ˚.und

[g]    nüzl.ichMoses Arab:icusAlbertus M.agnus, Roger Baco, Schwarz[3]

   1) Metallurg.ie ist an ˚sich nüzl.ich denn in ˚der Medicin, Farb.en Glasfabriken

   2) Alchymie

   3) Phys.ische Geogr:aphie ˚aus ˚der jezz.igen Beschaffenh.eit des Erdbodens ˚die Veranderungen deß.elben

β

die Pflanzen

α) Botanik mahlet ˚.und ordnet ˚die Pflanzen – ist fast ˚von all.en Europ.äischen Nationen get.rieben

      noch sehr unvollk.ommen — ˚.und sehr wichtig z.ur Arzn.ei z.ur Bewund.erung ˚der Natur

      ˚.und zur Kenntn.is ihr.er Organisat.ion

β) Anat:omie ˚.und Physiol.ogie ˚der Pflanzen: seit dem vor:igen Sec:uloMalpighi Grew

      Hales, Bonnet, ˚.und Needham.[4]

γ) Mater:iale Med.icin        hier fehlt Methode

δ) ihre Kräfte zum Oekon:omischen Gebr:auch hier fehlt ˚.ein System

γ

Die Thiere ℵ uberhaupt.

A) Zoolog.ie mahlt ˚.und ordnet ˚die Thiere ist für ˚den Gebrauch ˚.und ˚.die Philos.ophie wicht:ig ˚.und

      angen.ehmAristot.eles Geßner, Adrovandi[5] — ˚die ˚der Insekten ist unvolkommen

B) Anat.omie ˚.und Physiol:ogie jene zeigt ˚den Bau; diese s.eine Verrichtungen: ist unvollk.ommen

      ℶ bes.onders uns.eres Leibes 1) (Arzneiwißenschaft Theoretisch

1) Anat.omie ˚wird in Osteolog.ie Nevrol.ogie Myolog.ie etc ist meistens neu

2) Physiol.ogie ˚die Verricht.ung ˚der Theile. schwerer als Anat:omieHaller[6]

3) Pathol.ogie ˚die Krankheiten 1) historisch: ihr anfang: Hippokr:ates[g] [7] darnach @hypotethisch@

         2) philos.ophisch ihr. Zus.tand

         2) prakt.isch Therapevtik

Die Metaph.ysik ˚der Physiologie ist ˚die Teleol.ogie

[Datum: 12.09.2013 / 14.06.2014]


[XX.188 (117)] ms D2



/ Bewegung ist ˚die ˚.einzige Veränderung in ˚der materialen Natur.

I. Nominal Erklärung. S.ie ist ˚eine Veränderung des Orts.[a]

         (Orts) folgl.ich betrachte ich dabei ˚nicht s.eine innere Bestimmungen: ˚sondern

         III. äußerl.iche Relat:ion Wogegen referire ichs also [b] s.eine

         Veränderung zu bestimmen? [c]II. Absolute Bewegung ist in ˚der Metaphysik contradictio

             (in Adjecto – ˚weil Beweg.ung Veränderung ˚der Relat.ionen ist, diese

             (aber ˚nichts absolutes sind. 2) ˚Der Sprachgebrauch, ˚der diese

             relat.ionen ˚.auslässt nimmt ˚die Bewegung in relation ˚.mit

             (dem vesten Punkte ˚der Erde; sonst würde außer dieser

             (rel.ation gegen ˚den Himmel ˚.ein ganz ander Verhältn.is sein. Bey

             (˚der Bewegung ˚und Ruhe ˚eines Dinges muß ich also zugleich

             (˚das bestimmen, gegen welches es in Bew.wegung ˚oder Ruhe ist.)

A gegen ˚den absoluten Raum? ˚den ˚sich ˚viele denken als ˚.ausgedehnt, ohne ˚.ausgedehnte

Dinge, ˚.mit Orte, Lagen, ohne ˚Substanzen etc. So meta-

physisch widersinnig dies ist? ‹contradictio in adiecto› so wenig gehort es

vor ˚die Physik:[1] ˚weil ˚die Veränderung gegen ˚den leeren R.aum, in dem ˚keine ˚Substanzen

˚sind in ˚der Welt ʾnon perceptibel ist, ˚und also ˚kein phae-

nomenon ˚der Phys.ik – Also ˚werden Weltdinge blos ref.eriert

/ B gegen Dinge in ˚der Welt.[d]

  Gegen welche Dinge in ˚der Welt? ‹IV.› oft gegen verschiedne: nach verschieden

   Verhältnißen kann eins in Ruhe ˚oder Beweg.ung s.ein – ˚.Exempel leute ˚.auf ˚den

   Schiff ˚sind gegen ˚das Schiff in Ruhe gegen ˚das Land in beweg.ung, gegen ˚den Himmel

   noch in anderer Beweg.ung. – ‹V.˚.Wenn Wirkungen ˚der Dinge in ˚.einander

   erkl.ärt ˚werden soll.en, so ˚werden s.ie blos gegen ˚sich in Verhältn.is betrachtet. ˚Wenn also

   ˚Die relationen des A ˚.und B in ihr.er Bewegung erforscht ˚werden sollen: so

   kommen ˚die übrigen Dinge ˚nicht ˚.mit ins problem: ˚.Exempel 2 Kugeln

˚sich gleich schnell fortbewegen, die ˚sind gegen ˚.einander in Ruhe. (˚wenn ˚die

  weltdinge Folge ˚der Veränderung A ˚.und B. gegen ˚die übrigen Dinge ref.erirt ˚wird, so

   verändert ˚sich ˚die Frage. ˚.Exempel Beweg.ung des ˜Mondes gegen ˜Sonne ˚.und Erde.

VI. ˚Wenn 2. Körp.er in Bewegung gegen ˚.einander ˚sind, (da entweder A gegen B. ˚oder B gegen A.

   oder A ˚.und B. ˚sich zugl.eich bewegen) so ist ˚die Bewegung gegenseitig

/ Bew.eis. Bey ˚der Beweg.ung des A gegen B. ist ˚.auch B. gegen A ˚nicht ruhig, ˚sondern in

   Bewegung (˚die relat.ionen gegen ˚die übrigen Gegenstände ˚werden ˚nicht gerechnet)[e] @v@ V)

   Denn da jede relat.ion gegenseit.ig ist (E. Paris so weit ˚.von Lond.on als London

   ˚.von Paris) so ist ˚.auch ˚die relat.ion ˚.von A zu B. (Entfernung) gegenseitig

   d.i. so weit A ˚.von B. ist; so weit ist ˚.auch B. ˚.von A. Da nun ˚die Be-

   wegung blos Veränderung ˚der relat.ion ist: denn A ist so weit dem B. nahe

[Datum: 03.11.2013 / 14.06.2014]


[XX.188 (116)] ms D3



/ als B. dem

/ Anmerkung.ung

A. folglich ist ˚die Bewegung 2 Körp.er gegenseitig

˚Das fremde im[a] Redegebrauch hiebey. ˚.Exempel @Doner@

bewegt ˚sich gegen mich – komt daher, ˚weil wir ˚die be-

wegung absolut im Sprachgebr.auch nennen.

/ VII. Folge ˚.aus VI.

Bei dem Stoße, wo ˚die Wirkung ˚eines Körpers in ˚den andern sollen

erwogen ˚werden ist ˚die Bewegung gegenseitig – ˚.und nach dem

Stoße ruhen s.ie beide comparative gegen ˚sich, ˚weil gleich entgegen~

gesezte Kräfte ˚sich ˚.einander ˚aufheben (gegen ˚die ubrigen Dinge bewegen s.ie ˚sich)

E. 2 Kugeln an ˚.einander gestoßen

[about one-third of a blank page separates the above text from what follows]

/ Ges.etz ˚der Bew.egung



[c]

1) allgemein: all.er Körper: Un˚durchdringl.ichkeit

2) bes:onders ˚nicht ⁅all.er Körper⁆: ˚.Exempel Elasticit.ät

˚Die Bewegung ist ˚der Bewegenden Kraft proportional.

Bew.eis Da ˚die Kraft ˚.aus ˚der Wirkung blos zu meßen: so ˚.auch ˚die Bewegende Kraft etc. folgl.ich

   proport:ionalÜberhaupt jede wirkende Kraft ist ihren gewirkten accid.enzen prop.ortional

   dies ist ˚.ein allgem.eines Ges.etz ˚der Wirkung überhaupt

Wirkung ˚.und Gegenwirkung ˚sind gleich. ˚weil ˚die bewegende Korp.er in ratione reci-

   proca stehn. (VI)

Ges.etz ˚der ˚zusammenges.etzten Bewegung

corpus quodlibet a. si impellatur viribus duabus, ab:ac

angulum d includentibus, ʾpercurrit diagonalem paral-

lelogrammi ˚.Exempel[d]

[Datum: 11.09.2013 / 14.06.2014]


[XX.188 (114)] ms D4



/ Trägh:eit ist ˚eine

Haupteigenschaft ˚der Körper

/ Erklärung:

˚.Ein jeder Körp:er bleibt in s.einem Zustande ˚der Ruhe ˚oder ˚der Bewegung unverändert

bis er äußerl.ich ˚durch ˚eine fremde Kraft gezwungen ˚wird, s.ie [a] zu ändern.[1]

/ Beweis

˚nicht a priori, denn ˚der beweist zu˚viel ˚.und also gar ˚nichts: nehmlich: würde ˚.ein

|  Körp.er s.einen Zustand ohne äußerl.iche Kraft verändern, so geschähe dies ohne

|  zureichenden Grund ˚.und also etc. falsch; denn ‹1)› es geschähe ˚.zwar ohne zureichenden

|  äußern Grund: aber ˚nicht innern. 2) ˚.man könnte nach dies.en Beweis

|  ˚.von all.en Substanzen des Vniversi so schließen ˚.und ˚das immater.iale also müste

|  ˚sich ˚.auch ˚nicht ˚.aus ˚einem innern princip.io bewegen.

˚sondern blos ists ˚.ein Erfahrungsges:etz ˚weil es ˚das Unterscheidungs Zeichen ist ˚.vom

  Material.en ˚.und Immater.ialen ˚.Exempel Samenthierchen ˚.von Buffon[b] ˚.und Ledermüller.[2]

/ ˚.Man ˚.hat dies ˚eine

Trägheits Kraft genant: ‹um zu erklären› in ˚.wie fern ˚.ein [c] ruhiger Körp.er ˚einem andern bewegenden

entgegenwirkt: – Aber [d] dies erkl.ärt ˚nichts

1) Ges:etzt ˚der Körper wäre ruhig ˚weil in ihm gar ˚keine Bew.egende Kraft ist, also 0

     Sezt ˚die Bew.egende Kraft sey 3 + 3 – 0 = 3. also kan ˚.ein ruhiger

     Körp.er ohne Bew.egende Kraft ˚nicht wiederstehen: Er muß blos ˚durch Bew.egende Kr.aft wiederstehen

2) Gesetzt ˚der ‹ruhige› Korp:er hätte ˚eine Bew.egende Kraft ‹in einer Richtung›, ˚die aber ˚.von ˚der ihr entgegengesezten

     trägh.eits Kraft ˚aufgehoben, (˚weil ˚der Körp.er [e] ruhig angenomen ˚wird) 2 Positiv

     entgegenges.etzte Kräfte heben ˚.einander ˚auf: – ˚das fac.it ist 0. also kan ˚keine ˚.von

     ihnen ˚der Bew.egenden Kraft wiederstehen.

A

˚Der Wiederstand ˚eines Körp.ers [f] gegen ˚den gestoßnen kann also ˚nicht ˚.aus ˚den Zustand

˚der Ruhe erkl.ärt ‹˚werden› ˚sondern ˚einer wirkl.ichen Bewegung [g]

B)

˚Der Wiederstand ˚eines Körp.ers ist ˚nicht ˚.ein Grund ˚.von Verminderung: ˚sondern ˚.von

Veränderung ˚der Bewegung

/ ˚.Man braucht also ˚nicht

˚eine Trägheits Kraft: ˚sondern blos Trägh.eit: ˚weil zu ˚einer ˚nicht bewegung

˚.auch blos ˚.ein Mangel ˚der Kraft, d.i. Trägh.eit erfodert würde da ˚sich

˚eine Trägh.eits Kraft wiederspräche [h]

C)

˚.Ein jeder Körp.er, ˚.wie ˚.groß er ˚.auch sey, ˚.und welche vim inert.iae er ˚.auch

habe, ist ˚durch jede Bewegende Kraft, so klein s.ie ˚.auch sey, bewegbar.

ohngeachtet ˚der vi inertiae

˚Einwendung ˚.ein ˚.großer Körper läßt ˚sich ja aber ˚nicht ˚durch ˚einen sehr leichten be-

wegen. ʾResponsio ja wegen s.einer Schwere ˚nicht: räumt aber ˚die Schwere weg

hange ˚eine Kugel in ˚das freie ˚.und jeder Wind ˚wird s.ie bewegen

[Datum: 03.11.2013 / 14.06.2014]


[XX.188 (113)] ms D5



Geschwindigk.eit ˚wenn wir ˚die ˚Zeit ˚der Bewegung ˚eines Körp.ers gegen ˚den Raum ˚der Bewegung

         halten: Diese Vergleichung ˚.hat diese Regel gesezt

Regel ˚der Geschwind.igkeit. celeritates ʾsunt in ratione composita: ex | directa

           spatii et inversa temporum

         ˚Wenn ˚die ˚Zeiten gleich ˚sind, verhält ˚sich ˚die Geschwind.igkeit in ratione directa des R.aums

         ⁅˚Wenn ˚die⁆ Räume ⁅gleich ˚sind, verhält ˚sich ˚die Geschwind.igkeit in ratione⁆ {inversa ʾ.sive reciproca} ˚der ˚Zeit

E. 7 Meilen in 3 Stunden

   15 ⁅Meilen in⁆ 4. ⁅Stunden

   3/7 X 4/15 = 28/45[a]

Maas ˚der Geschwindigkeit? Kann ˚.man ˚eine Geschw.indigkeit als ˚.ein aggreg.at ˚.von ˚.vielen Langsamkeiten

   erhalten, so ˚.wie ˚.eine ˚.große Maße, als ˚.ein Aggregat ˚.aus kleinern Maßen?

   Es scheint ‹kaum›: denn ˚die Geschwind.igkeit 3. Schafe ˜zusammengenommen[b] = ˚der Geschwindigkeit 1 Schafs, ˚nicht 1 Pferdes

         ˚Die Bewegung ˚eines Kahns ˚durch 1. gestoßen = ˚der Geschwindigkeit ˚durch 100 gest.oßen

   Aber doch kann ich wirkl.ich – allein ˚die bewegende Ursache muß in Ansehung des

         Körpers, deßen Beweg.ung vermehrt ˚werden soll, ruhen.

         E. ˚.Eine Schildkr.öte A trage ˚.ein Brett B, auf dem ˚eine andere C

         ˚sich bewege: ˚.und auf D ˚die 3te E ˚sich bewege

         ˚die Geschw.indigkeit der E ist doppelt als B. ˚.und C[c]

     ––––––––– Med

––––––––– MC B

  WA

[Datum: 04.11.2013 / 14.06.2014]


[XX.188 (110)] ms D6



/ ˚Die Schwere kan ˚nicht mechanisch d.i. ˚.aus ˚den Ges.etzen ˚der Bewegung, gemäß des Raums

˚.und ˚der ˚Zeit erklärt ˚werden. Denn

   1) s.ie herrscht ˚durch alle Mat.erie ˚der Welt

   2) s.ie wirkt bis in ˚das innere d.i. ˚die Elemente ˚der Körper. S.ie ist ˚nicht gemäß ˚den Oberflächen, ˚sondern

         ˚der Maße ˚der Körper: s.ie mögen dicht ˚oder flüßig s.ein

   3) s.ie läßt ˚sich ˚nicht vermehren noch vermindern, ohne ˚die Maße zu vermehren etc.

/ S.ie sezt also Kraft vor˚aus: ˚.und dies ist entweder

      a) ˚eine unmittelb.ar ˜göttl.iche BewegendeKraft, im Anfange ˚der Schöpf.ung ˚.wie Descartes[a] annahm

       allein a) [b] Bewegung ˚.aus Beweg.ung zu erkl.ären ist ˚eine Philos.ophie ˚der Faulen

          ˚weil ˚der [c] Zustand vor ˚der Bew.egung Ruhe ist, ˚.aus ˚den [d] zu erk.lären ‹ist›

        b) ˚durch ˚den stet.en Wiederstand ˚der subtilen Mat.erie würde diese Bewegung endlich

          schwach ˚werden ˚.und ˚die Körp.er ˚würden stat nach ˚den Centro endl.ich ˚.auf ˚die Axen fallen

       Also ist ˚die Schwere ˚nicht ˚eine Folge ˚.aus wirkl.icher Beweg:ung

      b) ˜Gott ist ˚die immerwährende Urs.ache ˚der Bestr:ebung zur[e] Schwere ˚durch s.eine Allgegenwart

       ˚.und ˚die [f] gegenseitige[g] Gegenwart ˚der Körp.er mutua actione etc. – ˚duch

       ˚die attraction macht ˚den nexum ˚der Weltkörp.er ˚.aus

Ges.etz ˚der Schwere

Sezt a b sey ˚die ˚Zeit des Falles b c. ˚die Geschwind.igkeit motu vniform.iter acceler.ato

˚.aus ˚der [h] Ruhe in ˚die Bewegung.

˚.Wie ab:bc = am:mr = as:so:at:tu: da nun immer kl.einere linien gezogen

˚werden können ja jede linie selbst als ˚.ein rectang:ulum angeseh.en ˚werden kan, deßen

basis ˚die länge ˚.und [i] deßen Höhe ihre Breite ist: so ist dieses ˜Dreieck ˚die Summe

aller Räume, ˚die ˚der Körper in allen unendl.ich kleinen ˚Zeittheilchen ˚durchläuft: ˚.und

ist also =[j] ˚den ganzen R.aum ˚den er in ˚der ganz.en ˚Zeit beschreibt: bl¿

/ Bleibt nun ˚der Körper in ˚der Geschwindigk.eit b c. ˚die er ˚durch alle Zwischen~

grade a m s t [k] ʾper motum accelerat.ionis erlanget hatte, motu

aequabili ˚den[l] Raume b e ˚durch: so kann diese Bewegung alsdenn

˚durch ˚das Rektang.ulum b c e f. ˚.ausgedrückt ˚werden ‹˚.und›[m] @S¿¿. / ˚.und@ ˚wenn der Höhe b e

die Höhe a b. ˜gleich wäre, so wäre alsdenn, da ˚die Basis ˜Dreieck b c.

zugleich ˚die oberste Seite des ˜Quadrats ˚.und also ˜gleich e f ist: ˚das ˜Quadrats doppelt

so ˚.groß als ˚der ˜Dreieck ˚.und also diese Bewegung ʾper motum aequab.ilem 2fach.[n]

[Datum: 04.11.2013]


Explanatory Notes
[Physics]

ms A1


[1] [eine figur hätten] Eberhard, Erste Gründe der Naturlehre, ch. 1 (§8):

“Wir schliessen also sowohl a priori (§6) als durch die Erfahrung (§7), daß all Körper per eine gewisse Figur besitzen. Da nun jede Figur eine Ausdehnung voraussetzt, so wird hierdurch das bestätigt, was wir oben §1 angenommen haben, daß jeder Körper ausgedehnt sey.”

[2] [der Autor … das Gold, wird klar durchsichtig] Eberhard (Erste Gründe der Naturlehre) routinely lists experiments in their own dedicated sections; Here Kant refers to the experiment discussed in §14:

“Man lasse sich von dem dichtesten Körper, welchen wir haben, dem Golde nehmlich, dünne Blätgen schlagen, dergleichen die Buchbinder zum Vergülden brauchen. Man halte ein solches Blat gegen die Sonne, so wird man warnehmen, daß man durch dasselbe den Schein des Lichts beobachten kan. Das Sonnenlicht scheint dadurch grün: Hält man das Goldblätgen gegen die Flamme eines brennenden Lichts; so sieht man durch dasselbe die völlige Flamme, als durch einen zarten Flor.”

[3] [leere Zwischenräume seyn] Eberhard (Erste Gründe der Naturlehre) defines this term in §13:

“Die Räume, die zwischen den körperlichen Theilen eines Körpers bei seiner Zusammensetzung bleiben können, und die nicht mit der Materie desselben angefüllt sind, wollen wir die Zwischenräume nennen.”

In §17, Eberhard applies his experiment with gold to support the existence of such a Zwischenraum:

“Da das Licht ein Körper ist, wie unten erwiesen werden soll, das Licht aber durch das Gold durchgehet (§14): so muß das Gold so beschaffen seyn, daß ein anderer Körper durch dasselbe sich hindurch bewegen kan. Dieses kan nicht durch die festen Theile desselben geschehen, denn diese sind undurchdringlich (§1, note 2). Es muß daher, ausser denen festen Theilen im Golde, noch etwas seyn, wodurch sich ein fremder Körper bewegen kan. Dieses ist keine Materie, die zum Golde gehört, weil alle Theile des Goldes so wie jede Materie undurchdringlich sind. Es muß daher etwas seyn, das nicht zu den lezten Theilen des Goldes gehört. Das ist, es muß ein mit der Materie des Goldes nicht angefüllter Raum seyn. Die Räume zwischen denen Körperlichen Theilen, die nicht mit der Materie desselben angefüllt sind, heissen die Zwischenräume (§13).”

[4] [vim expansionis] §24 is the first section of Chapter Two (of Eberhard’s Erste Gründe der Naturlehre), the theme of which is Undurchdringlichkeit und Theilbarkeit. Eberhard does not introduce these two forces of repulsion and expansion here ...

[5] [Körper sind theilbar] Eberhard, Erste Gründe der Naturlehre, §28, concerns the concept of Theilbarkeit, concluding that the “ganze Körper ist also getheilt.”

[6] [unendliche Theilbarkeit] Eberhard, Erste Gründe der Naturlehre, ch. 2 (§29) argues the claim that bodies are not infinitely divisible.

[7] [30] Eberhard, Erste Gründe der Naturlehre, ch. 2 (§30) introduces the concept of Elemente:

“Diese lezten körperlichen Theile, die nicht weiter getheilt werden können, pflegt man die Elemente des Körpers zu nennen.”

ms A2


[1] [subtilere Materie] Eberhard, Erste Gründe der Naturlehre, ch. 2 (§32) discusses the fineness of the elements, noting how, for instance, one grain of carmine is able to color 10 Parisian measures of water. §33 describes an experiment of placing a grain of ambergris on a scale, and how over the course of a day its odor will fill an entire room and yet the ambergris loses no discernible weight. Examples in the notes of this phenomenon are given below at A3: the 900 thousands divisions of a line, the 300 ells (=feet) of thread from just 3 ½ grains of silkworm thread, gold leaf, the breath of a rabbit still detectable to a dog hours later.

§34 describes an experiment of observing a drop of rainwater under a microscope and finding a multitude of “small animals”:

“Diese Thiere haben alle eine ordentliche Struktur und ein Leben, folglich auch Werkzeuge der Bewegung und Empfindung. […] Weil aber die Werkzeuge ihrer Empfindung und Bewegung zusammengesetzte Maschinen sind, die wieder aus einer Menge anderer Theile bestehen, so kan man hieraus die Menge solcher Theile in einem einzigen Tropfen Wasser beurtheilen.”

This is returned to below, at A2, with "D. Hill" discovering the many kinds of animals in a drop of water.

This theme was previously introduced in an experiment described in Ch. 1 (§7) of microscopical observations of the fine structure of mold, the egg of a flea, pollen, and cheese mites (Käsemilben) – of which see also Herder’s metaphysics notes at Ont/Cos-D1.

[2] [philosophia pigrorum] Philosophia pigrorum (Latin: “Lazy philosophy”) is a phrase that Kant also uses in the Dissertation (AA 2: 406) and in Refl. #1958 (AA 16: 172).

[3] [Swammerdam der Laus] Among Jan Swammerdam’s many achievements, his most famous were his insect studies, culminating in his unfinished work Bybel der natuure published posthumously in a Latin/Dutch bilingual edition by Hermann Boerhaave, Latin translation by Hieronimus David Gaubius (2 vols, 1737-38). A dedicatory letter to Jean de Thévenot opens with the famous words:

“Herewith I offer you the Omnipotent Finger of God in the anatomy of a louse: wherein you will find miracle heaped upon miracle and see the wisdom of God clearly manifested in a minute point.” [“Offero Tibi hisce Omnipotentem DEI digitum in Pediculi Anatome; in qua sane miracula miraculis accumulata reperies, Dei que Sapientiam in minuto quodam puncto quam clarissime manifestatam stupebis”] (Bybel der natuure, vol. 1, p. 67)

[4] [Asa foetida – wie balsam von Mecca, Aloe von Socofora] Asa foetida is also mentioned in the Herder Metaphysics notes at EP 531-A15; see the corresponding note. Balsam von Mecca is the viscous sap from the Arabian Balsam tree (Commiphora gileadensis), also known as “balm of Gilead” and “Mecca myrrh”– see the discussion in the Physical Geography notes (Asia(8°)-6). 'Socofora' could be the Mexican island of Socorro.

ms A3


[1] [Exhalation des Hasen]

ms B1


[1] [Das 7. Capitel] This is chapter 7 of the second (and last) part of Eberhard’s textbook: “Zweiter Theil der Naturlehre, von denen besondern Eigenschaften der Körper.” Previous chapters were on fluid bodies (chs. 1-2), air (ch. 3), fire, light, and cold (chs. 4-6).

ms B4


[1] [heterogen: amici] Eberhard, Erste Gründe der Naturlehre, §517, discusses the amici and inimici of the poles.

[2] [Kirchthürmen] Eberhard, Erste Gründe der Naturlehre, §525:

“Dieses geschieht oft an denen Kirchthürmen, wo die perpendikular stehende Eisen nach einigen Jahren eine anziehende Kraft bekommen.”

ms D1


[1] [Akademie della Cimento] The Accademia del Cimento (‘cimento’ means experiment or test) was an early but short-lived scientific society founded in Florence by the Medici’s in 1657 and remained active for ten years until 1667. Members included Marcello Malpighi, Giovanni Borelli, and Vincenzo Viviani. It was inspired by, and hoped to continue, the experimental work of Galileo (1564-1642). The Royal Society of London was founded in 1660, and the Royal Academy of Sciences in Paris was founded in 1666.

[2] [Plinius] Caius Secundus Pliny the Elder (23-79 CE) was a Roman historian and naturalist, especially known for his Naturalis historia.

[3] [Moses Arabicus … Schwarz] Moses Arabicus refers to Moses Maimonides (c.1135-1204), the Jewish philosopher, theologian, and natural scientist; Albertus Magnus (c.1200-1280) was German Dominican friar and philosopher, Roger Bacon (c.1214-1294) was English philosopher and scientist, Berthold Schwarz (late 14th century) was a German alchemist monk credited with discovering gunpowder (Schwarz is also mentioned in Kant’s Anthropology, AA 7: 224) and various of the lectures.

[4] [Malpighi … Needham] Marcello Malpighi (1628-1694) was an Italian anatomist and botanist; Nehemiah Grew (1641-1712) was an English botanist; Stephen Hales (1677-1777) was an English cleric and natural scientist; Charles Bonnet (1720-1793) was a Swiss naturalist and philosopher; John Terberville Needham (1713-1781) was an English natural scientist.

[5] [Aristoteles … Adrovandi] On Aristotle (384-322 BCE), see the note to the passage at Prol-1. Conrad Geßner (1516-1565) was a Swiss naturalist known for his five-volume Historiae animalium (Zürich, 1551-1558) considered a foundational text of modern zoology; Ulisse Adrovandi (1522-1605) was an Italian naturalist famous for his curiosity cabinet.

[6] [Haller] Albrecht von Haller (1708-1777) was a Swiss physician, natural scientist, and Kant’s favorite poet (alongside Alexander Pope).

[7] [Hypokrates] Hippocrates (c.460-370 BCE) was an early Greek physician.

ms D2


[1] [Physik] This comment strongly suggests that these notes stem from a course of lectures on theoretical physics (similar remarks as to whether some concept or topic belongs to metaphysics are found throughout the metaphysics lectures).

ms D4


[1] [zu ändern] This is a re-statement of Newton’s 1st law of motion.

[2] [Buffon und Ledermüller] Georges Louis Le Clerc Comte de Buffon (1707-1788) was the leading French naturalist of his day; Martin Frobenius Ledermüller (1719-1769) was a German microscopist whose main works – several of which were large collections of annotated engravings – were published in the early 1760s. Kant may have in mind here Ledermüller’s Physicalische Beobachtungen derer Saamenthiergens […] (Nürnberg: George Peter Monath, 1756), 28 pp. + engravings, and two year later his Versuch einer gründlichen Vertheidigung derer Saamenthiergen […] (Nürnberg: George Peter Monath, 1758), 52 pp. + engravings.

Kant’s acquaintance with Ledermüller’s work was likely by way of Moses Mendelssohn’s detailed review in the Briefen, die neueste Literatur betreffend (15 March 1759; Letter 26, pp. 161-71). Mendelssohn notes that Buffon was alone in rejecting the hypothesis that these spermatazoa were actually living – he thought they were little organic balls that were moved mechanically, and that what Leeuwenhoeck thought were tails were in fact mere threads of matter. Mendelssohn suggests that Ledermüller’s recent work successfully refutes Buffon in favor of Leeuwenhoeck.


Textual Notes
[Physics]

[Here is a mark-up key for the transcription.]

ms A1


[a] This '11.' is written in ink.

[b] Reading 'es' as 'sie'.

[c] Reading '˚werden' as 'seyn'.

[d] Reading '˚der' as 'dem'.

[e] A previous, and double-underlined 'Es' is crossed out.

[f] Three underlined letters are crossed out.

[g] 'determ:inat figurae' is written above and inserted into a crossed out word.

[h] Inserted here, but then partially crossed out: 'in ˚der [several crossed out illegible words]'.

[i] A '˚nicht' is crossed out.

ms A2


[a] '˚hat ein' is written over a crossed out '˚die so'.

[b] An 'ist' is crossed out.

[c] Reading 'Schwammerdam' as 'Swammerdam'.

[d] '˚sind' overwrites another word ('˚wenn'?).

[e] Reading 'Barhave' as 'Boerhaave'.

[f] Reading '˚sind' as 'sondern'.

[g] '˚das' overwrites a '˚den'.

[h] A '˚weil' is crossed out.

[i] A '1) nach ˚das Grad(?) ˚der Element' is crossed out.

[j] Reading 'Boile' as 'Boyle'.

ms A3


[a] A 'Keil' is crossed out.

ms B1


[a] 'Lu Stange' is crossed out.

[b] '??' crossed out.

ms B2


[a] A '(several words)' is crossed out.

[b] Unclear if these last three words, and the first three of the next line, are underlined or crossed out.

ms B3


[a] An '˚Eine' is crossed out.

[b] An 'Einer' is crossed out.(?)

[c] A 'schwer' is crossed out.

[d] A 'Mensch' is crossed out.

ms B4


[a] Words crossed out.

[b] A ')' is crossed out.

ms C1


ms D1


[a] A '@Dinge@' is crossed out.

[b] A vertical line, with some cross-marks, is drawn alongside this and the following two lines of text.

[c] Reading '˚.ein' as '˚.eine'.

[d] The words are crossed-out: 'B Special ˚der todten korper:'.

[e] A curving line extends from this up to between the colon and 'Ether' in the line above – perhaps intended as an insertion.

[f] 'mahlt' is written above a crossed out 'untersucht'. 'Mahlt' is used below to describe botany and zoology, suggesting its use here as well, although it is less legible.

[g] Crossed-out: '1) Metallurg'.

[h] Reading 'Hypokr:' as 'Hippokr:'.

ms D2


[a] 'bei dem Ort betracht ich ˚nicht @seine@ in' is crossed out.

[b] 'und' is crossed out.

[c] The following text – 'Absolute Bewegung […] ˚oder Ruhe ist.)' – is written further below, and inserted here with a sign (followed by 'II.').

[d] The text that follows in the manuscript – 'Absolute Bewegung […] ˚oder Ruhe ist.)' – has been moved above (following an insertion-sign).

[e] This closing-parenthesis is possibly scratched out. The 'v.V)' that follows would appear to refer to section V, above ("vide V").

ms D3


[a] 'im' is written above a crossed-out 'des'.

[c] A 'Gesetz ˚der ˚zusammen' is crossed-out.

[d] A small diagram is sketched here: a square with a diagonal drawn from the upper-left (a) to lower right. Upper right corner is (b), lower left is (c).

ms D4


[a] A '@Beweg.@' is crossed out.

[b] Reading 'Büffon' as 'Buffon'.

[c] A 'Ko' is crossed out.

[d] An '@ohne Grund@' is crossed out.

[e] An 'also' is crossed out.

[f] A 'ka' is crossed out.

[g] A sign is here to insert the text 'B) ˚Der […] Bewegung' written four lines below.

[h] A sign is here to insert the text 'c) ˚.Ein jeder […]' written three lines below.

ms D5


[a] The large 'X' between the fractions indicates a cross multiplication.

[b] The manuscript reads '+', usually the symbol for 'mehr', but here it clearly means something like 'zusammengenommen'.

[c] The bottom one-half of the sheet is blank.

ms D6


[a] Reading 'Cartes' as 'Descartes'.

[b] A '@dies Schritt@' is crossed out.

[c] An '@Anfang@ ˚der Bewegung' is crossed out.

[d] An 'ist' is crossed out.

[e] 'z' overwrites a 'd'.

[f] A 'Best ge' is crossed out.

[g] Reading 'gegengeseitige' as 'gegenseitige'.

[h] A 'bewegung' is crossed out.

[i] We omit a second '˚.und'.

[j] A 'gleich' is crossed out with an equals-sign.

[k] An 'er' is crossed out.

[l] 'in˚den'?

[m] '˚und' is written above a crossed-out 'deßen'.

[n] The remaining page is blank (space for eight to ten more lines.